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Entdecken Sie kluge Köpfe an der Philosophischen Fakultät

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...kluge Köpfe! Unsere KölnAlumni-Reihe stellt seit dem Jubiläumsjahr 2019 herausragende Persönlichkeiten, Absolvent*innen, (Master-)Studierende, Nachwuchswissenschaftler*innen und Postdocs der Universität zu Köln vor und macht besondere Werdegänge sowie außerordentliches Engagement sichtbar. Eine Übersicht aller "klugen Köpfe" finden Sie hier!  #philalumni #100jahreklugekoepfe

  • Hier entstehen "Schaffenskräfte": Barbara Foerster
  • Hier entstehen "Pionier*innen": Thea Fiegenbaum
  • Hier entstehen "Sachgeschichten": Armin Maiwald
  • Hier entstehen "Reichweiten": Britta Heidemann 
  • Hier entstehen "Querdenker*innen": Navid Kermani 
  • Kulturamtsleiterin der Stadt Köln
  • Magister Artium Kunstgeschichte, -kritik und -erhaltung
  • Philosophische Fakultät

Phil-Alumna Barbara Foerster (*1970) sagt über sich, ihre Liebe zu Kunst und Kultur sei ihr sozusagen in die Wiege gelegt worden: Ihre Mutter war Malerin und Kunstwissenschaftlerin - sie selbst hat an der Philosophischen Fakultät der Universität zu Köln (sowie in Münster, Rom, Perugia) Kunstgeschichte und Philosophie studiert (Abschluss Magister Artium im Jahr 1998). Heute ist Barbara Foerster Kulturamtsleiterin der Stadt Köln! 

Ihre Karriere bei der Stadt begann im Jahr 2008 als wissenschaftliche Referentin im Kölner Kulturamt, wo sie die Förderung von Projekten und Einrichtungen aus den Bereichen Bildende Kunst, Film, Literatur und Neue Medien verantwortete. Seit Anfang 2014 leitet Barbara Foerster das Kulturamt mit dem Leitgedanken, einen Dialog zwischen Kulturszene, Bürgerinnen und Bürgern, Politik und Verwaltung herzustellen. Vor ihrer Zeit in der Kulturverwaltung hat Barbara Foerster viele Jahre als Kunstkritikerin gearbeitet, davon fünf Jahre als Redakteurin im Kulturressort des Mannheimer Morgen. Außerdem schrieb sie u.a. als freie Mitarbeiterin für das Kunstforum International, den Kunstmarkt des Handelsblatts sowie die Wirtschaftszeitung GELDidee. 

Auch nach ihrem Studium blieb sie der Universität eng verbunden: Seit 2018 bietet Barbara Foerster als Lehrbeauftragte für künstlerisch-mediale Praxis Seminare am Institut für Kunst und Kunsttheorie der Humanwissenschaftlichen Fakultät an. Ihr thematischer Schwerpunkt liegt hierbei auf Kunst im öffentlichen Raum sowie kultureller Stadtentwicklung. Nicht nur in der Verwaltung, sondern auch in der Lehre fördert Barbara Foerster also neue „Schaffenskräfte“!

(Stand: März 2021)

Lektüretipp: Mehr zu Barbara Foerster lesen Sie auch im Alumni-Interview mit dem Kölner Universitätsmagazin!

  • Promotionsstudium Geschichte

  • Mitwirkung im Verein Erste Generation Promotion – EGP e. V.

  • Philosophische Fakultät

Phil-Alumna Thea Fiegenbaum (*1990) studierte Geschichte, Mittelalterstudien und Literaturwissenschaft an der Universität Bielefeld und der Universität zu Köln. Während ihres Studiums arbeitete sie als studentische und wissenschaftliche Hilfskraft sowie als Tutorin an verschiedenen Lehrstühlen und bei der a.r.t.e.s. Graduate School for the Humanities Cologne. Seit April 2018 ist Thea Fiegenbaum Stipendiatin im Integrated Track der a.r.t.e.s. Graduate School und erforscht im Rahmen ihrer Promotion die Geschichte von Waisen- und Findelkindern in Köln um 1800. Darüber hinaus beschäftigt sie sich als Mitinitiatorin von „AGRIPPINA – Forum für kölnische Stadtgeschichtsforschung“ mit der Kölner Stadtgeschichte.

Als erste Promovierende – und damit Pionierin – in ihrer Familie engagiert sich Thea Fiegenbaum beim Verein „Erste Generation Promotion – EGP e. V.“ Die Initiative setzt sich für Promovierende und Promotionsinteressierte ein, die aus nichtakademischen Elternhäusern stammen. Mit einem breiten Beratungs- und Vernetzungsangebot soll die Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit gefördert und damit der Weg zur Promotion für viele weitere Pionier*innen geebnet werden!

(Stand: November 2020)

  • Autor, Regisseur und Fernsehproduzent

  • Alumnus Theaterwissenschaften, Germanistik & Philosophie

  • Philosophische Fakultät

Er ist ein Pionier des Kinderfernsehens und der Mann hinter „Die Sendung mit der Maus“: Armin Maiwald. Als Erfinder, Sprecher und Akteur der „Sachgeschichten“ erklärt er seit über 40 Jahren die Welt und ihre faszinierenden Phänomene – ob es sich dabei um die Herstellung eines Tennisballs, das Archimedische Prinzip, die Bundestagswahl oder die Weltraumstation Mir handelt. Obwohl das Zielpublikum Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter sind, lieben auch Erwachsene die Wissensfilme über Herstellung oder Funktionsweisen von Alltagsgegenständen – und auch Professor*innen nutzen die Sachgeschichten als Lehrmaterial. 

In Köln geboren (*23.01.1940), studierte Maiwald nach dem Abitur von 1961 bis 1964 Theaterwissenschaften, Philosophie und Germanistik an der Philosophischen Fakultät der Uni Köln und erinnert sich noch heute gern an seine Studienzeit zurück. Um sich das Studium zu finanzieren, jobbte Armin Maiwald beim Westdeutschen Rundfunk und sammelte so erste Erfahrungen hinter der Kamera. Gemeinsam mit Siegfried Mohrhof und Gert K. Müntefering entwickelte Armin Maiwald 1968 das Format der „Lach- und Sachgeschichten für Fernsehanfänger“, aus dem 1971 schließlich „Die Sendung mit der Maus“ wurde. Im selben Jahr gründete Armin Maiwald seine eigene Produktionsfirma „FLASH Filmproduktion“. Parallel zu den Sachgeschichten arbeitet unser Phil-Alumnus hier nicht nur an weiteren Programmen für Kinder (wie „Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt“) sondern auch an Sendungsformaten für erwachsene Fernsehzuschauer*innen. Für ihre herausragende Leistung wurde die Sendung national und international mehrfach ausgezeichnet und läuft inzwischen in fast 100 Ländern – womit sie als eine der erfolgreichsten deutschen Fernsehproduktionen überhaupt gilt. Für sein Schaffen wurde Armin Maiwald auch persönlich ausgezeichnet: Im Jahr 1995 verlieh ihm der damalige Bundespräsident Roman Herzog das Verdienstkreuz am Bande. Das Land NRW ehrte ihn im Mai 2019 mit dem Landesverdienstorden.

(Stand: September 2019)

  • China-Expertin, Referentin, Olympiasiegerin, Athletenvertreterin
  • Alumna Regionalwissenschaften China (BWL)
  • Philosophische Fakultät

Das „Goldene Triple“ – Britta Heidemann (*1982) gelang als erster Degenfechterin überhaupt der Olympiasieg (Peking 2008), WM-Sieg (2007) und EM-Sieg (2009)! Sie ist somit eine der erfolgreichsten Fechterinnen aller Zeiten, gehörte über 10 Jahre zur Weltspitze und gewann zahlreiche internationale Medaillen, darunter drei Medaillen bei drei Olympischen Spielen. Zu ihren diversen Ehrungen im Sport zählen u.a. im Jahr 2008 und 2012 der „Felix-Award" als NRW-Sportlerin des Jahres, 2009 der „Sparkassenpreis für Vorbilder im Sport“ und das Silberne Lorbeerblatt (2004, 2008, 2012). 

Neben ihrer Sportkarriere schloss Britta Heidemann 2008 erfolgreich ein Diplom-Studium der Regionalwissenschaften China (Schwerpunkt BWL) an der Philosophischen Fakultät der Universität zu Köln ab und ist seitdem Mitglied im KölnAlumni-Netzwerk. Heute arbeitet sie freiberuflich als Beraterin für die Bereiche China, erneuerbare Energien, Sport und Management. Sie spricht fließend chinesisch und begleitet regelmäßig Delegationen aus Wirtschaft, Politik, Kultur oder Sport in das Land der Mitte. Sie ist als Referentin rund um die Themen Motivation, Zielorientierung und Erfolgsfaktoren tätig und bietet Fecht-Workshops an. Als Autorin veröffentlichte sie die Bücher „Glück ist eine Frage der Haltung“ und „Willkommen im Reich der Gegensätze. China hautnah“. 

Die berufliche „Reichweite“ von Britta Heidemann erstreckt sich aber auch auf die Themen Jugend und Sport: So ist sie u.a. Kuratorin der Bundesliga-Stiftung und Botschafterin der Aktion „Bewegung gegen Krebs“ der Deutschen Krebshilfe. Im Jahr 2016 wählten die Olympioniken sie als Vertreterin in die Athletenkommission des Internationalen Olympischen Komitees. Sie ist Mitglied des IOC und des Präsidiums des Deutschen Olympischen Sportbundes und Botschafterin „Sport für Entwicklung“ der Bundesregierung. 2016 hat sie die Aufgabe der Patin für den Ehrenamtspreis der Stadt Köln übernommen, wo sie heute auch lebt.

(Stand: Dezember 2019)

  • Schriftsteller & Orientalist
  • Studium Orientalistik, Philosophie & Theaterwissenschaft
  • Philosophische Fakultät

Navid Kermani, 1967 in Siegen als Sohn iranischer Eltern geboren, studierte Orientalistik, Philosophie und Theaterwissenschaften an der Philosophischen Fakultät der Universität zu Köln sowie in Bonn und Kairo. Nach seiner Dissertation und Habilitation im Fach Orientalistik lehrte er als Gastprofessor in Frankfurt, Göttingen, Mainz sowie am Dartmouth College in den USA. Von 2000 bis 2003 war er Long Term Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin, von 2009 bis 2012 Senior Fellow am Kulturwissenschaftlichen Institut Essen.

Navid Kermani lebt seit 1988 in Köln – heute als freier Schriftsteller. Er ist Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und derzeit als Gastprofessor an der Kunsthochschule für Medien im Fach "Literarisches Schreiben" tätig. Als einer der einflussreichsten Intellektuellen Deutschlands und wichtigsten Stimmen des Landes hat er viel beachtete Reden gehalten (u.a. die Festrede anlässlich der Feierstunde des Deutschen Bundestags zum 65. Jahrestag des Grundgesetzes, 2014) und prägt mit seinen Veröffentlichungen immer wieder politische und religiöse gesellschaftliche Debatten. Dabei stehen vorrangig die Würde des einzelnen Menschen, der Respekt für verschiedene Kulturen und Religionen und die Offenheit der europäischen Gesellschaft im Zentrum seiner Betrachtungen.

Sein Werk, das Romane, Essays, Reportagen aus Krisengebieten, Monographien und Sachbücher umfasst, wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. erhielt Navid Kermani den Kleist-Preis, den Joseph-Breitbach-Preis, den Friedenspreis des deutschen Buchhandels und zuletzt im Jahr 2017 den ECF Princess Margriet Award for Culture. Im selben Jahr wurde Navid Kermani mit dem Staatspreis des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet. Navid Kermani ist nicht nur der Stadt Köln, sondern insbesondere auch dem 1. FC Köln verbunden: In seiner Rede zum 70. Geburtstag des 1. FC Köln schilderte er eindrücklich, wie er dem FC im Alter von vier Jahren verfiel – und warum er diesen Fußballclub bis heute liebt.

(Stand: Januar 2019)

 

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