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Entdecken Sie kluge Köpfe an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät

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...kluge Köpfe! Unsere KölnAlumni-Reihe stellt seit dem Jubiläumsjahr 2019 herausragende Persönlichkeiten, Absolvent*innen, (Master-)Studierende, Nachwuchswissenschaftler*innen und Postdocs der Universität zu Köln vor und macht besondere Werdegänge sowie außerordentliches Engagement sichtbar. Eine Übersicht aller "klugen Köpfe" finden Sie hier!  #wisoalumni #100jahreklugekoepfe

  • Hier entstehen "Zukunftsinvestitionen": Maya Hennerkes
  • Hier entstehen "Transatlantiker*innen": Prof. Dr. Dr. h.c. Karl Kaiser
  • Hier entstehen "Potenziale": Larissa Fuchs
  • Hier entstehen "Lokalheld*innen": Malte Hendricks
  • Hier entstehen "Innovationsprojekte": Dr. Werner Hoyer
  • Hier entstehen "Warenretter*innen": Dr. Juliane Kronen
  • Hier entstehen "Europäer*innen": Dr. Elke König 
  • Hier entstehen "Fragensteller*innen": Marietta Slomka 
  • Studium Regionalwissenschaften Lateinamerika (VWL, Politikwissenschaften und Geschichte)
  • Leiterin ESG für Finanzinstitutionen, Abteilung Umwelt & Nachhaltigkeit, Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE)
  • Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät

Nachhaltigkeit ist ihr Herzensthema – ökologisch wie sozial: WiSo-Alumna Maya Hennerkes (*1978) hat an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen und Philosophischen Fakultät der Universität zu Köln Regionalwissenschaften Lateinamerika (VWL, Politikwissenschaften und Geschichte) studiert. Ihrem Traumberuf ist sie seit ihrem Abschluss im Jahr 2005 mit jedem Karriereschritt nähergekommen:

Nachdem sie zunächst in London bei der Finanzagentur Bloomberg arbeitete, wechselte sie für ihr persönliches Ziel, bei einer Bank mit nachhaltigem Mehrwert zu arbeiten, im Jahr 2010 zur Inter-American Development Bank (IDB) nach Washington. Dort war sie als Beraterin des Vizepräsidenten für Finanzierungsprojekte im privaten Sektor in Lateinamerika tätig und kümmerte sich im Anschluss an diese Funktion um Klimaschutz, Klimarisiken, Chancengleichheit für Frauen sowie die Umwelt- und Sozialverträglichkeitsanalysen der IDB. Darüber hinaus war Maya Hennerkes Mitglied im Think Tank 30 des Club of Rome. Diese „Denkfabrik“ von Expertinnen und Experten um die 30 Jahre widmet sich aktuellen gesellschaftlichen Themen rund um eine nachhaltige Zukunft. Nach ihrer aktiven Zeit ist sie heute weiterhin als unterstützendes Mitglied aktiv.

Im Jahr 2018 folgte der nächste Schritt: Für ihren Traumjob zog Maya Hennerkes mit ihrer Familie zurück nach London. Bei der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE) leitet Maya Hennerkes seitdem mit ihrem zehnköpfigen Team den Bereich Environmental Social and Governance (ESG) hinsichtlich indirekter Investitionsgeschäfte. Dahinter steckt die Finanzierung von Finanzinstituten, privaten Fonds und Versicherern zur Unterstützung der verschiedenen Wirtschaftsregionen und Kapitalmärkte. Als Teil der Finanzierung werden Umwelt- und Sozialstandards, die für alle Kundinnen und Kunden gelten, übernommen. Gemeinsam entscheidet das Team dabei über die Neuvergabe von mehr als 4 Milliarden Euro jährlich und verfolgt das Ziel, unser Finanzsystem umweltfreundlicher, sozial gerechter und nachhaltiger zu machen.

(Stand: Juni 2021)

  • Politikwissenschaftler | em. Professor Harvard University | ehem. Berater der Bundesregierung für Außenpolitik
  • Studium und Promotion im Bereich der Politikwissenschaften
  • Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät

WiSo-Alumnus Prof. Dr. Karl Kaiser (*1934) studierte bis zu seinem Abschluss als Diplom-Kaufmann im Jahr 1958 Wirtschafts- und Sozialwissenschaften an der Universität zu Köln: Hier legte er den Grundstein für seine beeindruckende Karriere als erfolgreicher Politikwissenschaftler und überzeugter Transatlantiker! Während seines Graduiertenstudiums der Politikwissenschaft machte er Station an der Universität Grenoble und dem Nuffield College der Universität Oxford. Seine Promotion erlangte er schließlich 1962 an seiner Alma Mater, der Universität zu Köln. 

In den Jahren 1963 bis 1968 zog es Prof. Dr. Kaiser an die Harvard University. Dort forschte er als Research Associate und Mitarbeiter von Henry A. Kissinger zur Theorie der Internationalen Beziehungen, zu deutscher Außenpolitik und transatlantischen Fragen. 1969 folgte die Habilitation an der Universität Bonn, der sich zahlreiche Lehrtätigkeiten anschlossen – unter anderem die Professur für Politische Wissenschaft an der Universität zu Köln von 1974 bis 1991. Neben seiner Forschung im Gebiet der deutschen und europäischen Außenpolitik sowie der europäischen Einigung, war Prof. Dr. Kaiser wesentlich am Aufbau der Deutschen Gesellschaft für Friedens- und Konfliktforschung beteiligt. Als Mitglied und Direktor des Forschungsinstituts der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik e.V. (DGAP) hat er von 1973 bis 2003 die unabhängige außenpolitische Forschung in Deutschland maßgeblich bestimmt und vorangetrieben. Seine Expertise brachte Prof. Dr. Kaiser regelmäßig an außenpolitischen Gesprächsrunden des Bundespräsidenten ein und beriet die Bundesregierung in grundlegenden Fragen der Außenpolitik. Mit seinen Beiträgen hat er zudem die Fortsetzung der Entspannungspolitik und die Rolle der NATO wissenschaftlich begleitet. 

2003 kehrte Professor Kaiser zurück an die Harvard University, wo er am Weatherhead Center for International Affairs 2005 ein Program on Transatlantic Relations gründete und an der Havard Kennedy School eine Professur übernahm. Auch heute ist er an der Kennedy School noch in der Funktion als Senior Associate aktiv. Für seine Arbeit wurde er mehrfach ausgezeichnet: U.a. 1986 durch die NATO mit dem Atlantic Award; 1989 durch Großbritannien als Commander of the British Empire CBE; 1991 in Frankreich als Légion d'Honneur, Officier; 1998 in Deutschland mit dem Bundesverdienstkreuz 1. KIasse, 2002 in Polen mit dem Verdienstkreuz 1. Klasse und 2009 in Deutschland mit dem Großen Verdienstkreuz.

(Stand: März 2021)

Lektüretipp: Mehr zu Karl Kaiser im WiSo-Alumni-Interview!

Weitere Informationen erhalten Sie auch HIER (CV Karl Kaiser Harvard University).
 

  • Promotionsstudium "Economics: Design and Behavior"

  • Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät

  • Mitgründerin von Women in Economics e.V.

WiSo-Alumna Larissa Fuchs (*1992) ist seit Februar 2020 Doktorandin an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Uni Köln am Lehrstuhl „Economics: Design and Behavior“. Nach einem Exkurs an die Universität Bonn (M. Sc. VWL) und die Goethe-Universität Frankfurt (B. Sc. Wirtschaftswissenschaften) entstehen dank ihrer Promotion nun auch in Köln ganz neue Potenziale!

Zu den Forschungsinteressen von Larissa Fuchs gehören algorithmische Fairness in Verbindung mit Kandidatenauswahl, Humankapital und arbeitsmarktbezogenen Themen. Auch im Fokus ihrer Promotion stehen daher diskriminierungsfreie Recruiting-Algorithmen mit dem Ziel, den Prozess der Personalauswahl insgesamt objektiver zu gestalten – frei von Assoziationen und Empfindungen. Auch mit ihrem Engagement als Mitgründerin und Leiterin der Abteilung Finanzen und Fonds bei „The Women in Economics Initiative“ setzt sie sich für die Gleichstellung der Geschlechter und Entwicklung neuer Potenziale ein: Ziel ist es, die Chancengleichheit im Wirtschaftsberuf im akademischen, geschäftlichen und öffentlichen Sektor zu fördern!

(Stand: Oktober 2020)

  • Masterstudium Information Systems

  • Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät

  • Mitgründer LOLOCO

Sein Studium der Wirtschaftsinformatik startete unser „Lokalheld“ Malte Hendricks (*1995) im Wintersemester 2014/2015 an der Universität zu Köln. Nach dem erfolgreichen Bachelor-Abschluss (2018) blieb er seiner Alma Mater auch für das derzeitige Master-Studium (Information Systems) treu. Die Idee zu LOLOCO hatte unser WiSo-Alumnus zusammen mit den Gründern Fritz Fried und Rasit Güven im Rahmen eines Bachelor-Abschlussprojekts. Nach ersten Schritten im Uniprojekt und der erfolgreichen Unterstützung durch GATEWAY, den Gründungsservice der Uni Köln, hat sich aus der Idee mittlerweile ein erfolgreiches digitales Treueprogramm für lokale Dienstleister*innen, Gastronom*innen und Einzelhändler*innen entwickelt.

Mögliche Probleme lokaler Händler*innen kannte Malte Hendricks bereits aus seiner Kindheit, da seine Eltern ebenfalls im Einzelhandel selbstständig sind. Beste Voraussetzungen also für das heute noch junge Startup mit Sitz im Herzen von Köln. Auch während der Corona-Krise versucht er nun den lokalen Handel mithilfe modernster Tools nachhaltig zu stärken und erfolgreich durch die Krise zu bringen - mit der Initiative „Ein Herz für Händler“, deren Gewinne zu 100% an lokale Händler ausgezahlt werden – für uns ein echter Lokalheld!

(Stand: November 2020)

  • Präsident der Europäischen Investitionsbank 
  • Alumnus Volkswirtschaftslehre
  • Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät

Er ist seit 2012 Präsident der Europäischen Investitionsbank (EIB) und Vorsitzender ihres Verwaltungsrats in Luxemburg: KölnAlumnus Dr. Werner Hoyer! Die EIB ist die Bank der Europäischen Union. Sie ist weltweit der größte multilaterale Geldgeber und Anteilseigner sind die EU-Mitgliedsstaaten. In zweistelliger Milliardenhöhe fördert die EIB jährlich innovative Projekte aus den Bereichen Klimaschutz und Infrastruktur, stellt Finanzierungen für kleine und mittlere Unternehmen sicher und investiert darüber hinaus in Projekte in Entwicklungsländern. Seit dem Amtsantritt trug Dr. Hoyer deutlich zur Wiederbelebung der Wirtschaft und des Arbeitsmarktes in der EU bei und führte das Finanzinstitut erfolgreich durch eine ausgeprägte Expansions- und Transformationsphase. 

Dienstreisen durch Europa und die Welt gehören für den aus Wuppertal stammenden Wahl-Kölner heute zum Tagesgeschäft. Seine Verbundenheit zur Stadt Köln und ihrer Universität hat sich Dr. Hoyer (*1951) aber erhalten: Nach seinem Studium der Volkswirtschaftslehre an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln promovierte er zum Dr. rer. pol. und lehrte von 1978 bis 1993 zum Thema "Internationale Wirtschaftsbeziehungen" an seiner Alma Mater. Für KölnAlumni kehrte Dr. Hoyer u.a. als Festredner beim KölnAlumni-Dinner 2018 an die Uni Köln zurück. 

Parallel zu seiner Dozenten-Tätigkeit war er von 1987 bis 2011 Mitglied der FDP im deutschen Bundestag. Seine politische Karriere umfasste unter anderem Ämter als Fraktionsgeschäftsführer und Generalsekretär der FDP, außenpolitischer Sprecher und Staatsminister im Auswärtigen Amt. Am 1. Januar 2012 legte er sein Bundestagsmandat nieder, um an die Spitze der EIB zu wechseln.

(Stand: Februar 2020)

  • Gründerin und Geschäftsführerin der innatura gGmbH
  • Alumna Betriebswirtschaftslehre
  • Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät

Nachhaltigkeit ist DAS Thema der Stunde: Was heute in aller Munde ist, steht bei KölnAlumna Dr. Juliane Kronen und der von ihr gegründeten innatura gGmbH bereits seit mehr als acht Jahren auf der Tagesordnung. Als Geschäftsführerin betreibt sie Deutschlands erste Plattform für die bedarfsgerechte Vermittlung fabrikneuer Sachspenden an gemeinnützige Organisationen und rettet Unmengen neuwertiger Ware vor der Entsorgung. Seit der Gründung 2013 wurden Sachspenden im Wert von 14,5 Mio. € an über 1.100 soziale Organisationen weiterverteilt und damit rund 1.700 Tonnen Müll vermieden. 

Der Weg unserer "Warenretterin" begann an der Uni Köln und führte sie seit dem auch für verschiedenste Veranstaltungen immer wieder an ihre Alma Mater zurück. Nach ihrem Studium der Betriebswirtschaftslehre an der WiSo-Fakultät der Universität zu Köln und der University of Missouri mit anschließender Promotion arbeitete Dr. Juliane Kronen (*1963) zunächst 16 Jahre lang bei der Boston Consulting Group - davon acht Jahre als Partnerin. Hier beriet sie global operierende Unternehmen, vornehmlich aus der Telekommunikationsbranche, und verantwortete zugleich die europäische „Women‘s Initiative“ sowie Social-Impact-Projekte. Seit 2010 ist Dr. Juliane Kronen zudem Trustee der Right Livelihood Award Foundation und seit 2011 Mitglied der Jury, die alljährlich die sogenannten "Alternativen Nobelpreisträger" bestimmt. In dritter Generation führt sie mit ihrer Schwester außerdem ein kleines Familienunternehmen.

(Stand: November 2019)

  • Vorsitzende Ausschuss für einheitliche Bankenabwicklung der EU
  • Alumna Betriebswirtschaftslehre
  • Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät

Dr. Elke König (*1954) studierte von 1972 bis 1976 Betriebswirtschaftslehre an der Universität zu Köln und schloss im Jahr 1980 erfolgreich ihr Promotionsstudium zum Dr. rer.pol. ab. Nach ihrem Studium arbeitete Elke König in der Finanz- und Versicherungsbranche - unter anderem bei der KPMG Deutsche Treuhandgesellschaft in Köln sowie für die Rückversicherer Munich RE und Hannover Re, wo sie von 2002 bis 2009 als Finanzvorstand wirkte. Zwischen 2012 und Februar 2015 war sie Präsidentin der Bonner Bundesanstalt für Finanzdienstleistung (BaFin). 

Aufgrund der globalen Finanzkrise im Jahr 2007 wurden die zunächst nationalen Bemühungen zur Verhinderung einer erneuten Krise auf globaler und auf europäischer Ebene fortgeführt. Wichtigstes Projekt in diesem Zusammenhang in Europa ist die Bankenunion. Die wichtigsten Kreditinstitute der Eurozone unterstehen seit November 2014 dem sogenannten Single Supervisory Mechanism, der ersten Säule der Bankenunion, angesiedelt in der EZB. Im Falle einer Schieflage eines dieser Institute tritt der einheitliche Abwicklungsmechanismus auf den Plan, geführt durch das sogenannte Single Resolution Board (einer unabhängigen europäischen Behörde) in Brüssel. Seine Aufgabe ist die vorausschauende Abwicklungsplanung. Wenn erforderlich sorgt er für die geordnete Abwicklung der Bank. Neu ist dabei, dass die Kosten dafür von den Eigentümern und Gläubigern der Kreditinstitute getragen werden müssen und nicht mehr vom Steuerzahler. Elke König leitet den SRB - die zweite Säule der Bankenunion – seit ihrer Gründung 2015 als Vorsitzende.

(Stand: Mai 2019)

  • Journalistin & Fernsehmoderatorin
  • Alumna Volkswirtschaftslehre
  • Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät

Die gebürtige Kölnerin Marietta Slomka (*1969) absolvierte von 1988 bis 1995 ein Studium der Volkswirtschaftlehre und Politik an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln und in Großbritannien. Nach ihrem Abschluss als Diplom-Volkswirtin arbeitete sie für Zeitungs- (u.a Kölnische Rundschau) sowie verschiedene TV- und Radioredaktionen und war bereits vor ihrem 30. Geburtstag als Korrespondentin in Brüssel, Berlin und Bonn tätig. Als erste Frau überhaupt moderierte Mariette Slomka das "heute journal" im ZDF, seit Februar 2011 als dessen Hauptmoderatorin und gilt heute als "die härteste Fragenstellerin der Republik". Marietta Slomka ist ferner Autorin mehrerer Sachbücher. Für ihre journalistische Arbeit erhielt sie verschiedene Auszeichnungen, u.a. den Adolf-Grimme-Preis, den Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis und den Medienpreis für Sprachkultur der Gesellschaft für Deutsche Sprache. 
An die Universität zu Köln kehrte Marietta Slomka u.a. 2012 für ein Mensagespräch mit der ZEIT zurück, in dem sie sehr persönlich von ihrer Kölner Studienzeit berichtete.

(Stand: Januar 2019)

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