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Entdecken Sie kluge Köpfe an der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät

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...kluge Köpfe! Unsere KölnAlumni-Reihe stellt seit dem Jubiläumsjahr 2019 herausragende Persönlichkeiten, Absolvent*innen, (Master-)Studierende, Nachwuchswissenschaftler*innen und Postdocs der Universität zu Köln vor und macht besondere Werdegänge sowie außerordentliches Engagement sichtbar. Eine Übersicht aller "klugen Köpfe" finden Sie hier!  #mathnatalumni #100jahreklugekoepfe

  • Gründerin des Projekts „BlechWech“
  • Studium der Biologie, Promotion Zoologie
  • Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät

MathNat-Alumna Alexandra Rybarski (*1991) hat an der Universität zu Köln Biologie studiert (2010-2022) und hat am Institut für Zoologie promoviert. Gegenstand ihrer Promotion sind Mikroorganismen in chilenischen Salzseen – ehrenamtlich stehen hingegen Kronkorken und die damit verbundenen Mehrwerte im Fokus ihrer Aufmerksamkeit! 

Alles begann mit einem Hochzeitsgeschenk für ihren Bruder – einer Schatzkiste voller Kronkorken gespickt mit Euro-Münzen. Nach der vergeblichen Suche nach einem Projekt, welches die überschüssigen Kronkorken aus dem Geschenk wiederverwertet und den Erlös für soziale Zwecke nutzt, wurde Alexandra Rybarski selbst aktiv: Als Gründerin des Projekts „BlechWech“ sammelt sie nunmehr seit 2018 gemeinsam mit ihrem kleinen Team Kronkorken, liefert sie an Wertstoffhöfe aus und spendet den Erlös, der durch das Recycling entsteht, an Hilfsorganisationen. Der Fokus liegt hierbei insbesondere auf der Beschaffung von Hilfsgütern in Form von Impfstoffen, hauptsächlich gegen Masern, Tetanus und Polio, die Kinder schützen. Die Idee ist auf viel Zuspruch gestoßen: Mittlerweile gibt es ein Netz von Sammelstellen in der Kölner Universität, in Lokalen, bei Wertstoffhöfen selbst, aber auch im Kölner Umland, in Aachen und Bergisch Gladbach findet die Initiative immer mehr Anhänger:innen.

Ein Kronkorken wiegt 1,9 Gramm und landet leichtfertig schnell in der Natur – BlechWech führt dank zahlreicher Sammelaktionen jedoch regelmäßig hunderte Kilos gesammelter Kronkorken dem Recycling zu. Seit April 2018 wurden mit 49.502 Tonnen gesammelten Kronkorken bereits 67.184 Impfungen ermöglicht (Stand: Dezember 2021)! So wurden in Kooperation mit der SOS-Mutter-Kind-Klinik in Mogadischu, der Hauptstadt Somalias, seit Dezember 2020 bspw. 39.266 kg Kronkorken gesammelt. Mit dem Erlös von 8.471,50 € konnten 60.485 Impfungen finanziert werden. Die Klinik kann selbstverständlich auch direkt mit Geldspenden unterstützt werden. Das Team um Alexandra Rybarski möchte mit dem Projekt in erster Linie ein Bewusstsein für Nachhaltigkeit schaffen und zusätzlich Menschen in Not helfen. Wir gratulieren unserer MathNat-Alumna zu ihrem Projekt und wünschen weiterhin viel Erfolg dabei Mehrwerte zu schaffen! Mehr zu Alexandra Rybarski und BlechWech können Sie in der 2. Ausgabe des Kölner Universitätsmagazins von 2021 lesen. Weitere Infos: www.blechwech.de

(Stand: Juli 2022)

  • Professor des Jahres 2021
  • Professor am Institut für Mathematikdidaktik
  • Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät

Differenzen, Kurven, Winkel: Mathematische Probleme prägen den Berufsalltag von Prof. Dr. Benjamin Rott (*1980): Seit 2017 ist er als Professor am Institut für Mathematikdidaktik der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln tätig. Seine Lehre zeichnet sich insbesondere durch Nähe zur Schulpraxis, engen Austausch mit Akteuren aus der Praxis und durch fachliche Fundierung der Ausbildung aus. Auf seinem YouTube-Kanal „ars mathematica educandi“ veröffentlicht er regelmäßig Videos zu mathematikdidaktischen Inhalten. Für sein besonderes Engagement für Lehramtsstudierende und ihre Ausbildung wurde Prof. Dr. Benjamin Rott 2021 von der Unicum-Stiftung zum „Professor des Jahres 2021“ gewählt und erreichte den ersten Platz in der Kategorie Geistes-/Gesellschafts-/Kulturwissenschaften.

Sein Studium des Lehramts für Gymnasien (Mathematik und Physik) schloss Benjamin Rott 2006 mit dem 1. Staatsexamen an der Universität Oldenburg ab. Es folgten ein Referendariat am Studienseminar Salzgitter und das 2. Staatsexamen im Jahr 2008. Bis 2012 war Benjamin Rott anschließend als Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand an der Universität Hannover tätig, an der er mit einer Dissertation zum Thema „Mathematisches Problemlösen“ promoviert wurde. Nach Stationen an der PH Freiburg und der Universität Duisburg-Essen folgte er 2017 schließlich einem Ruf auf eine W2-Professur an die Universität zu Köln. In seinen Veröffentlichungen setzt sich Prof. Dr. Benjamin Rott immer wieder mit mathematischen Problembearbeitungsprozessen, aber auch mit mathematischer Begabung und epistemologischen Überzeugungen auseinander.

Seit 2020 unterstützt Benjamin Rott das Projekt „Digitalstrategie Lehrer*innenbildung Köln: Kompetenzen nachhaltig entwickeln“ (DiSK), das die Schwerpunkte „Digitalisierungsbezogene Kompetenzen von Lehrpersonen“ sowie „Lernkontexte in der Lehrer*innenbildung“ verknüpft. Darüber hinaus ist er u.a. Mitglied der GDM (Gesellschaft für Didaktik der Mathematik), Mitglied des Deutschen Vereins zur Förderung des mathematischen und naturwissenschaftlichen Unterrichts und unterstützt das Editorial Board des IJSME (International Journal of Science and Mathematics Education). Er ist zudem ständiger (Mit-)Herausgeber von „mathematica didactica“ sowie „mathematik lehren“ und Mitglied im Gremium des Pangea Mathematikwettbewerbs, für den er das Kompetenzteam für die Wettbewerbsaufgaben leitet.

(Stand: Februar 2022)

  • Geschäftsführer der Science Media Center Germany gGmbH
  • Studium der Biologie und Philosophie
  • Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät

Volker Stollorz (*1964) nahm sein Studium an der Universität zu Köln 1983 auf – und das in einer für diese Zeit absolut unüblichen Fächerkombination: Für seine Diplom-Prüfung im Fach Biologie (Hauptfach Genetik) mit dem nichtexperimentellen Nebenfach Philosophie benötigte er sogar eine persönliche Genehmigung des Dekans der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät. Er bekam sie und damit war der Grundstein für eine besondere Karriere gelegt – denn, als einer der erfahrensten und anerkanntesten Wissenschaftsjournalisten sorgt Volker Stollorz heute für Verständnis auf den vielfältigen Ebenen zwischen Wissenschaft und Gesellschaft!

Für seinen Studienabschluss (1990) absolvierte Volker Stollorz einen Forschungsaufenthalt am Netherlands Cancer Institute in Amsterdam. Von 1990 bis 1993 folgten eine Tätigkeit als freier Wissenschaftsjournalist in Köln, Hospitanzen im Ressort Wissen von „Die Zeit“ und beim „Tages-Anzeiger“ in Zürich sowie daran anschließend verschiedene Positionen als Wissenschaftsredakteur (u. a. als regelmäßiger Autor im Ressort Wissenschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung; überregionalen Zeitungen, Magazinen und dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk).

Seine Expertise in Biologie, Philosophie und im Wissenschaftsjournalismus widmet Volker Stollorz seit 2015 als Geschäftsführer und Redaktionsleiter der Science Media Center gGmbH, an deren Aufbau er selbst beteiligt war. Die unabhängige und gemeinwohlorientierte Institution entstand unter anderem auf Initiative des Wissenschafts-Pressekonferenz e.V. und wurde dank einer Förderzusage der Klaus Tschira Stiftung gegründet. Sie verfolgt das Ziel, als Bindeglied zwischen unabhängiger Wissenschaft und Qualitäts-Journalismus zu fungieren und stellt hierzulande eine in dieser Form einzigartige intermediäre Organisation dar: Zu tagesaktuellen Geschehnissen recherchiert und bündelt sie wissenschaftliche Expertisen, die Redaktionen für ihre Veröffentlichungen nutzen können – mehr als 1500 akkreditierte Journalist*innen nutzen das Angebot bereits. Das Science Media Center begreift verlässliches Wissen als elementaren Rohstoff demokratischer Entscheidungsfindung. In diesem Sinne arbeitet es kooperativ, konstruktiv und im respektvollen Dialog. Auch während der Corona-Pandemie, die durch eine laufend wechselnde Nachrichtenlage und Desinformation geprägt war, lieferte das SMC fundiertes Orientierungswissen.

Volker Stollorz ist langjähriges Mitglied der Wissenschafts-Pressekonferenz und im Netzwerk Recherche. Er hat für seine Publikationen sowie wissenschaftlich-journalistische Arbeiten in Print, Online-Medien und Rundfunk mehrere Preise gewonnen, unter anderem den Georg von Holtzbrinck-Preis für Wissenschaftsjournalismus 2004, den European Journalists‘ Prize from the Association of German Medical Journalists 2009, den Universitas-Preis für Wissenschaftsjournalismus 2015, die Auszeichnung zum Wissenschaftsjournalist des Jahres 2020 vom Medium Magazin und zuletzt den Kulturpreis der Eduard-Rhein-Stiftung 2021.

(Stand: August 2021)

  • YouTuber "BreakingLab"
  • Promotionsstudium „Wissensvermittlung mit YouTube“
  • Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät

Jacob Beautemps (*1993) hat Physik und Sozialwissenschaften auf Lehramt an der Universität zu Köln studiert. Derzeit promoviert er am Institut für Physikdidaktik an der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät zur Frage, wie Schüler*innen mit YouTube-Videos lernen. Denn, immer mehr Schüler*innen, aber auch Studierende nutzen Wissensvideos auf YouTube für Schule oder Studium, in denen komplexe Sachverhalte verständlich dargelegt werden. Für dieses Forschungsvorhaben nutzt er neben Eye-Tracking-Verfahren auch Künstliche Intelligenz (KI), um das Sehverhalten der Proband*innen zu untersuchen. 

Als Science-YouTuber vermittelt Jacob Beautemps selbst komplexes Wissen: Auf seinem erfolgreichen YouTube-Kanal „Breaking Lab“ nimmt er seine Zuschauer*innen auf regelrechte Wissensreisen mit! Bereits während des Studiums war Jacob hinter der Kamera für den YouTube-Kanal “Phil’s Physics” tätig. Mit der Umbenennung in “Breaking Lab“ wechselte er dann auch vor die Kamera, ist seit 2019 dessen alleiniges Gesicht und bereitet verschiedene Wissenschaften für ein breites Publikum auf. Er erklärt anschaulich Phänomene und Probleme, die von der Frage des Ursprungs des Lebens, über CO2-fressende Bakterien bis hin zu Salzwasser-Akkus reichen. Mit über 3 Million Aufrufe pro Monat spricht der Erfolg seines YouTube-Kanals für sich. 

Auch wenn seine Promotion noch nicht abgeschlossen ist, hat er bereits Daten zu seinem YouTube-Kanal erheben können. Auf der Grundlage einer Befragung von 5.000 YouTube-Zuschauer*innen, hat er einen Katalog mit 17 Regeln für ein erfolgreiches YouTube-Video erstellt. Letztlich ist es auch das Ziel seiner Promotion, auf der Grundlage verschiedener Forschungsmethoden einen detaillierten Katalog für ein erfolgreiches Wissensvideo zu erstellen. Jacob Beautemps betreibt seinen YouTube-Kanal mit einer durchgängig wissenschaftlichen Herangehensweise: Von der Recherche über die Strukturierung bis hin zur Analyse von Feedback setzt er hohe Standards. Trotz des schnellen Mediums YouTube heißt es, sauber zu recherchieren, eine angemessene Sprache zu verwenden und die eigene authentische Euphorie in den Videos zu transportieren.

(Stand April 2021)

  • Projektinitiator „Mathematik und Programmieren für Geflüchtete“

  • Promotionsstudium Angewandte Mathematik

  • Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät

Im Jahr 2016 gründete MathNat-Alumnus Dr. Martin Kühn (*1987), damals noch Doktorand am mathematischen Institut, das Projekt „Mathematik für Geflüchtete“ an der Uni Köln. Die Teilnahme an dem Projekt soll geflüchteten Menschen einen erfolgreichen Start ins Studium ermöglichen. Von der Vorbereitung auf Aufnahme- und Eignungstests bis zur Vermittlung von Vorkenntnissen für die erfolgreiche Bewältigung der ersten Studiensemester – hier entstehen Aufstiegschancen! 

Sein eigener Aufstieg begann für Dr. Martin Kühn mit dem Studium der Wirtschaftsmathematik (M. Sc., 2014) und einer Promotion in Angewandter Mathematik (2018) an der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Uni Köln. Im Anschluss an seine Promotion ging er für ein Jahr nach Toulouse, um dort an einem Forschungsinstitut an numerischen Methoden für die Fusionsplasmaforschung zu forschen. Heute ist er Mitarbeiter am Institut für Softwaretechnologie am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), wo er im Schwerpunktbereich High-Performance Computing forscht. Derzeit ist er dort an der Entwicklung eines epidemiologischen Simulationstools beteiligt – die Software soll verdeutlichen, wie sich der Einfluss von Schutzmaßnahmen (z.B. Kontaktverbote und Schulschließungen) auf die Entwicklung der Corona-Infektionszahlen über mehrere Monate auswirkt. 

(Stand: Oktober 2020)

  • Vorstandsmitglied Deutsche Telekom AG, Technologie & Innovation
  • Studium Physik & Mathematik
  • Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät

Physikerin, Managerin, Netzwerkerin: KölnAlumna Claudia Nemat (*1968) ist eine der wenigen Frauen, die man in Deutschland auf der Vorstandsetage antrifft, und das seit 2011 bei der Deutschen Telekom AG. Zunächst leitete sie das Europa-Geschäft, seit 2017 verantwortet Claudia Nemat das Ressort Technologie und Innovation. 

Zuvor arbeitete die Powerfrau und zweifache Mutter 17 Jahre lang bei der Unternehmensberatung McKinsey&Company, wo sie im Jahr 2000 zum Partner und 2006 zum Senior Partner gewählt wurde. Unter anderem war sie Co-Leiterin des weltweiten Technologiesektors und führte diesen im Wirtschaftsraum EMEA. Claudia Nemat hat in zahlreichen europäischen Ländern, in Amerika und Asien gearbeitet, war mehrere Jahre Mitglied des Aufsichtsrats von Lanxess und ist seit 2016 Mitglied des Verwaltungsrats von Airbus. Zu ihren thematischen Schwerpunkten zählen digitale Transformation, die Auswirkungen neuer Technologien auf Geschäftsmodelle, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft sowie komplexes Stakeholder Management.

Den Grundstein ihrer Karriere legte Claudia Nemat mit einem Studium der Physik und Mathematik an der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln. Ende der 1980er Jahre war sie die einzige eingeschriebene Frau am Institut für theoretische Physik, wo sie später auch unterrichtete. Die Quantenphysik musste ab 1994 zwar ihrer beachtlichen Managerinnen-Karriere weichen, ihrer Alma Mater blieb sie trotzdem treu: Heute ist Claudia Nemat Mitglied im Hochschulrat der Universität zu Köln!

(Stand: September 2019)

Lektüretipp: Mehr zu Claudia Nemat lesen Sie auch im Alumni-Interview mit dem Kölner Universitätsmagazin!

  • Kanute (Weltmeister & Olympiasieger)
  • Studium der Biologie
  • Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät

Ob Wildwasser- oder Kanurennsport: Auf dem Wasser fühlt sich Max Hoff (*1982), unser Alumnus der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät, wohl. 

Zunächst im nichtolympischen Wildwassersport erfolgreich, wechselte Max Hoff 2007 zum olympischen Kanurennsport. Zu diversen Welt- und Europameistertitel gesellte sich 2009 der erste von drei aufeinanderfolgenden Weltmeisterschaftstiteln im Einer-Kajak über 1.000 und 5.000 Meter. Seine größten Erfolge feierte er bei den Olympischen Spielen 2012 (Bronzemedaille im Einer-Kajak über 1.000 Meter) und 2016 (Gold im Vierer-Kajak über 1.000 Meter). Auch bei den European Games in Minsk war er im Juni 2019 im Zweierkajak erfolgreich. 

Sein Biologiestudium mit dem Schwerpunkt Molekularbiologie (2004-2009) schloss Max Hoff mit dem Diplom an der Uni Köln ab. Für seine erfolgreiche Sportkarriere wurde er im Februar 2017 mit der Sportplakette des Landes Nordrhein-Westfalen geehrt.

(Stand: September 2019)

  • Meteorologe & Moderator
  • Studium Meteorologie
  • Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät

Humorvoll und anschaulich gibt Deutschlands bekanntester „Wetterfrosch“ Sven Plöger Einblicke in das beeindruckende Schauspiel, das die Natur uns täglich bietet – ob Sonnenschein, Gewitter, Sturm oder Hochwasserwetterlagen. Geboren 1967 in Bonn, war Sven Plöger bereits als Kind besonders fasziniert vom Himmel, Wolken und der Fliegerei. Der Berufswunsch des kleinen Sven Plöger, dessen Lieblingsfach Physik war, stand schon früh fest: Meteorologe. Er blieb dem Rheinland verbunden und studierte von 1989 bis 1995 Meteorologie an der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln. 

Mit dem Diplom in der Tasche arbeitete er zunächst beim Wetterdienst-Unternehmen „Meteomedia“ als Meteorologe und Moderator. Seit 1996 ist Sven Plögers Stimme auch im Radio zu vernehmen, Auftritte im Fernsehen folgen ab 1999. Seither steht er vor der Kamera, kommt so fast täglich in unsere Wohnzimmer und präsentiert u.a. „Das Wetter im Ersten“. Im Jahr 2010 wurde er als „Bester Wettermoderator Deutschlands“ ausgezeichnet. Seine Begeisterung für die Fliegerei verwirklicht er auch in seiner Freizeit. Dort erlebt er das Wetter aus einer ganz anderen Perspektive – im Segelflugzeug oder per Gleitschirm.

(Stand: Mai 2019)

  • Physiker & Astronaut
  • Studium Physik
  • Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät

Prof. Dr. Reinhold Ewald (*1956 in Mönchengladbach) studierte Physik an der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Köln mit Fachrichtung Experimentalphysik – und schloss sein Studium 1983 mit dem Diplom ab. 1986 folgte seine Promotion im Fach Physik - parallel studierte er im Promotionsnebenfach Humanmedizin. 

Seine Tätigkeit beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt begann 1987. Nur drei Jahre später wurde er erstmals in das deutsche Astronauten-Team berufen und nahm in der Nähe von Moskau sein Training für die deutsch-russische Mission MIR’92 auf, blieb jedoch zunächst am Boden. Ende 1995 wurde er wiederum in das russische Kosmonauten-Ausbildungszentrum entsandt, um sich auf die zweite deutsch-russische Mission MIR’97 vorzubereiten. Vom 10. Februar bis 2. März 1997 flog er als Wissenschaftskosmonaut zur Raumstation MIR, auf der er insgesamt 18 Tage verbrachte. Reinhold Ewald wurde 1999 Mitglied im Astronauten-Team der europäischen Weltraumorganisation ESA und 2015 als Professor an das Institut für Raumfahrtsysteme der Universität Stuttgart berufen. Dort vertritt er heute das Fachgebiet Astronautik und Raumstationen. Für seine Leistungen in der Raumfahrt erhielt er unter anderem den russischen Orden der Völkerfreundschaft, die russische Tapferkeitsmedaille und die russische Medaille für Verdienste in der Weltraumforschung sowie das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Er ist volles Mitglied der International Academy of Astronautics (Paris) und der Deutschen Physikalischen Gesellschaft und trägt den schwarzen Karategürtel. 

Reinhold Ewald, der die Universität schon aus dem All heraus gesehen hat, sorgte mit Vorträgen an der KölnerKinderUni bereits für ein absolutes Highlight – und initiierte darüber hinaus ein Alumni-Treffen „Mit-Physikstudenten und Uni-Wiesenfussballern“. 2013 kamen auf seine Einladung hin zudem über 80 Astronauten und Kosmonauten der Association of Space Explorers zu Fachdiskussionen und Gesprächen mit den Studierenden an die Uni zu Köln (und aßen ganz irdisch in der Mensa). 

(Stand: Januar 2019)

P.S.:  Das Team von KölnAlumni dankt Prof. Dr. Dr. h. c. Stephan Hobe vom Insitut für Luftrecht, Weltraumrecht und Cyberrecht, für seine Unterstützung im Rahmen des Fotoshootings mit Prof. Dr. Reinhold Ewald!

Mehr zu WiSo-Alumnus Prof. Dr. Reinhold Ewald erfahren Sie außerdem in unserem KölnAlumni-Podcast "Hier sprechen: Kluge Köpfe".

HIER GEHT'S ZU DEN KLUGEN KÖPFEN VON...