zum Inhalt springen
Entdecken Sie kluge Köpfe an der Humanwissenschaftlichen Fakultät

HIER ENTSTEHEN...

...kluge Köpfe! Unsere KölnAlumni-Reihe stellt seit dem Jubiläumsjahr 2019 herausragende Persönlichkeiten, Absolvent*innen, (Master-)Studierende, Nachwuchswissenschaftler*innen und Postdocs der Universität zu Köln vor und macht besondere Werdegänge sowie außerordentliches Engagement sichtbar. Eine Übersicht aller "klugen Köpfe" finden Sie hier!  #hfalumni #100jahreklugekoepfe

  • Hier entstehen "Wegweiser*innen": Franca Cammann
  • Hier entstehen "Lösungsansätze": Stephan Noller
  • Hier entstehen "Gestalter*innen": Dr. Meike Kricke
  • Hier entstehen "Teamplayer*innen": Turid Knaak
  • Hier entstehen "Stadtgestalter*innen": Dr. h.c. Fritz Schramma 
  • Vorständin im Verein "Studentisches Forum für Integration und Bildung (FIB) e. V."
  • Promotionsstudium am Department Erziehungs- und Sozialwissenschaften
  • Humanwissenschaftliche Fakultät

HF-Alumna Franca Cammann (*1989) studierte nach ihrem Abitur zunächst an der Universität Siegen Mathematik, Deutsch und Geschichte auf Lehramt und wechselte 2010 an die Humanwissenschaftliche Fakultät der Universität zu Köln. Nach ihrem Bachelorstudium der Erziehungswissenschaften folgte 2013 das Masterstudium der „Erwachsenenbildung/Weiterbildung“ und „Interkulturellen Kommunikation und Bildung“. Seit März 2017 promoviert sie bei Prof. Dr. Johannes König am Department Erziehungs- und Sozialwissenschaften zum Thema „Modellierung und Messung von Forschungskompetenz“.

Jungen Menschen den Weg zu weisen, war bereits zu Beginn ihres Studiums von besonderer Bedeutung für Franca Cammann. „Ich bin davon überzeugt, dass jede*r einen Beitrag dazu leisten kann, das Ausmaß gesellschaftlicher Ungleichheiten zu reduzieren.“ Seit 2012 engagiert sie sich im „Studentischen Forum für Integration und Bildung (FIB) e. V.“, dessen Vorständin und Schatzmeisterin sie seit 2013 ist. Der Verein verfolgt das Ziel, sozial benachteiligte Schüler*innen durch kostenlose Nachhilfetutorien zu unterstützen und neu zugewanderte Schüler*innen bei ihrem Start im deutschen Schulsystem zu begleiten. Franca Cammann übernimmt im FIB die Führung eines 18-köpfigen Organisationsteams und die Verantwortung für 91 Nachhilfetutor*innen. Im Aufbau von Strukturen und Kooperationen mit Partnerschulen, Universitäten und anderen Initiativen wirkt sie als Wegweiser*in für zahlreiche Jugendliche, deren Talente durch die Arbeit des Vereins gestärkt und gefördert werden.

Auch in ihrem beruflichen Werdegang ist dieser Antrieb zu spüren. Seit 2016 ist Franca Cammann wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für empirische Schulforschung und unterstützt das Projekt „Heterogenität und Inklusion gestalten – Zukunftsstrategie Lehrer*innenbildung (ZuS)“. Gefördert aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung ist das Ziel des Projekts, Studierende besser auf ihre beruflichen Herausforderungen vorzubereiten und zugleich die dafür entwickelten Maßnahmen für einen nachhaltigen institutionellen Wandel zu nutzen. Zwischen 2016 und 2018 arbeitete Franca Cammann am Zentrum für Lehrer*innenbildung zudem in einem Projekt zur Förderung sozial benachteiligter und neu zugewanderter Schüler*innen. Zusätzlich unterstützte sie als Projektmitarbeiterin und externe Beraterin verschiedene Projekte der Akademie für wissenschaftliche Weiterbildung der Technischen Hochschule Köln sowie des Präsidiums, des Departments Lippstadt 1 und der Akademie für wissenschaftliche Weiterbildung der Hochschule Hamm-Lippstadt, indem sie an der Planung und Umsetzung von quantitativen und qualitativen Forschungsprojekten in den Bereichen kompetenzorientierte Curriculumentwicklung, Digitalisierung, Arbeitsgesundheit und Hochschulentwicklung mitwirkte. Seit 2019 ist Franca Cammann außerdem als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Arbeitsbereich Forschungsmethoden des Departments Heilpädagogik und Rehabilitation der Universität zu Köln tätig. Ihre aktuellen Forschungsschwerpunkte liegen unter anderem in den Bereichen der Digitalisierung und der kompetenzorientierten Lehr- und Lernformate.

(Stand: Oktober 2021)

  • Serial-Entrepreneur und Experte für datengetriebene Geschäftsmodelle
  • Studium der Psychologie
  • Humanwissenschaftliche Fakultät

„Mentale Modelle und Webnavigation“ lautet das Thema der Diplomarbeit, mit der HF-Alumnus Stephan Noller (*1970) sein Psychologiestudium an der Universität zu Köln im Jahr 2000 abschloss. Im Zentrum seiner Forschungsarbeiten an der Humanwissenschaftlichen Fakultät stand die Frage, wie mithilfe statistischer Verfahren Erkenntnisse aus dem Onlineverhalten von Nutzern gezogen werden können. Die wissenschaftliche und methodische Ausbildung an der Universität zu Köln bildet den Ausgangspunkt für seinen weiteren Werdegang, der durch eine beeindruckende Anzahl an Unternehmensgründungen und die Entwicklung digitaler Lösungsansätze für unterschiedlichste Bereiche geprägt ist.

Stephan Noller sagt über sich selbst, dass er es liebt, Unternehmen aufzubauen: Zu seinen Unternehmensgründungen zählt u.a. die nugg.ad, ein Startup, welches Dank der Kombination von maschinellem Lernen und Marktforschung zielgerichtete Anzeigenschaltung ermöglicht. Einen ganz anderen Fokus verfolgt die trackle GmbH, hinter der Stephan Noller als Mitgründer steht. Trackle hilft Frauen mit moderner Technologie durch die Messung der Körpertemperatur und Ovulationstracking eine Schwangerschaft zu vermeiden oder zu planen.
Als Vater von vier Töchtern liegt Stephan Noller die Unterstützung und Weiterentwicklung digitaler Bildung besonders am Herzen. Er ist Mitgründer der gemeinnützigen Calliope gGmbH, die Initiativen im Bereich der digitalen Bildung unterstützt und Microcomputer für Schulen entwickelt. Der Microcomputer, Calliope mini, wird mittlerweile in tausenden von Schulen in ganz Deutschland, aber auch in vielen anderen Ländern der Welt eingesetzt.

Aktuell erlangt der KölnAlumnus große mediale Aufmerksamkeit als Mitgründer des Startups UBIRCH GmbH.
UBIRCH ist der Spezialist für Cybersecurity-Technologie mit Standorten in Köln, Berlin, München, Tel Aviv und Dubai. Das Team besteht aus erfahrenen Spezialisten für Kryptografie, Blockchain und datengetriebene Geschäftsmodelle. Gemeinsam mit IBM, govdigital und Bechtle entwickelt das Kölner Startup den digitalen COVID-Impfnachweis für Deutschland.

(Stand: April 2021)

  • Vorständin Montag Stiftungen Jugend & Gesellschaft

  • Promotionsstudium Bildungswissenschaften

  • Humanwissenschaftliche Fakultät

HF-Alumna Dr. Meike Kricke (*1982) hat an der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln Grundschullehramt studiert. Bereits während eines Auslandssemesters in Finnland sammelte sie erste Erfahrungen, wie Bildungsgerechtigkeit gefördert werden kann und setzte sich auch in ihrer Promotion (2015) mit einem Vergleich des deutschen und finnischen Schulsystems und der Lehrer*innenbildung auseinander.
Nach ihrem Referendariat und Praxiserfahrungen als Lehrerin, begleitete sie an der HF als wissenschaftliche Mitarbeiterin (2009-2011) das interdisziplinäre Projekt „Modellkolleg Bildungswissenschaften“. Am Kölner ZfL (Zentrum für Lehrer*innenbildung) beschäftigte sie sich als wissenschaftliche Mitarbeiterin (2011-2015) mit (E-)Portfolioarbeit und der Professionalisierung angehender Lehrkräfte für den Umgang mit Vielfalt im internationalen Kontext. Anschließend war sie bis 2017 als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für internationale Lehr-Lernforschung an der HF-Fakultät an ihrer Alma Mater tätig. Dort erforschte sie im Projekt „Raum und Inklusion“ Anforderungen an (zukünftige) Schulbauten im Rahmen der inklusiven Schulentwicklung.

Heute ist unsere „Gestalterin“ Vorständin der gemeinnützigen „Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft“ und setzt sich – im Sinne von „Handeln und Gestalten in sozialer Verantwortung“ – für ein chancengerechtes Bildungssystem ein. Meike Kricke ist zudem Autorin und Herausgeberin, u.a. in den Bereichen Teamarbeit, inklusive/ internationale Lehrer*innenbildung und pädagogische Architektur.

(Stand: Oktober 2020)

  • Doktorandin & Fußballnationalspielerin
  • Alumna Sonderpädagogik
  • Humanwissenschaftliche Fakultät

Ein Leben zwischen heiligem Grün und heimischem Schreibtisch: KölnAlumna Turid Knaak (*1991) gelingt es, diese beiden Welten zu vereinen! Nach dem Studium der Sonderpädagogik an der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln arbeitet sie heute als Doktorandin und erfolgreiche Profifußballerin. 

Im April 2018 wurde Turid Knaak in den Kader der Deutschen Fußballnationalmannschaft der Frauen berufen und nahm mit dem Team an der diesjährigen Fußball-WM der Frauen in Frankreich teil. Mit dem DFB-Team gewann die Offensivakteurin zuvor bereits die U17-Europameisterschaft 2008 und wurde 2010 mit der deutschen U20-Auswahlmannschaft Weltmeisterin im eigenen Land. Ihre Fußballkarriere führte sie zudem über Stationen beim FCR Duisburg 2001, Bayer 04 Leverkusen sowie FC Arsenal – seit 2017 steht die Mittelfeldspielerin in ihrem Geburtsort beim Bundesligisten SGS Essen unter Vertrag. 

Ehrgeizig zeigt sich Turid Knaak aber auch abseits des Fußballplatzes. Nach dem Abschluss ihres Studiums im Jahr 2016 ist sie heute nicht nur als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Department für Heilpädagogik und Rehabilitation (oder: Lehrstuhl für Konzeption und Evaluation schulischer Förderung im Förderschwerpunkt Lernen) an der Uni Köln tätig, sondern schreibt derzeit auch an ihrer Doktorarbeit zum Thema Schriftspracherwerb.

(Stand: September 2019)

  • Oberbürgermeister a.D. der Stadt Köln
  • Alumnus Latein, Philosophie, Pädagogik
  • Humanwissenschaftliche Fakultät 

Im Kölner Stadtteil Nippes geboren, blieb Dr. h.c. Fritz Schramma (*1947) seiner Heimatsstadt auch während der Studienzeit verbunden: Von 1966 bis 1972 studierte er Latein, Philosophie und Pädagogik auf Lehramt an der Universität zu Köln und unterrichtete bis 2000 – zuletzt als Studiendirektor – an verschiedenen Kölner Schulen.

Er begann seine politische Karriere 1989 als Mitglied des Rates der Stadt Köln, das Amt des Kölner Oberbürgermeisters bekleidete er von 2000 bis 2009. Zu wichtigen Errungenschaften der Amtszeit von Dr. h.c. Fritz Schramma gehören u.a. der Ausbau des Kölner Rheinauhafens, die erstmalige Ausrichtung der Kölner Lichter, der Errichtung des neuen RheinEnergieStadions als Voraussetzung für die Weltmeisterschaft 2006 und der Neubau des Kulturzentrums am Neumarkt samt Rautenstrauch-Joest Museum. Seit 2012 ist er als Berater verschiedener Institutionen in der Wirtschaft und für Persönlichkeiten tätig. Im Jahr 2008 wurde Fritz Schramma für den Genç-Preis für friedliches Miteinander ausgezeichnet und 2018 erhielt er den Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen.

Dr. h.c. Fritz Schramma zählt seit 2003 zu den Mitgliedern des KölnAlumni-Netzwerks – und hat sich bereits mehrfach in unterschiedlichsten Veranstaltungsformaten unseres Netzwerks engagiert.

(Stand: Januar 2019)

HIER GEHT'S ZU DEN KLUGEN KÖPFEN VON...