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Entdecken Sie kluge Köpfe an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät

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...kluge Köpfe! Unsere KölnAlumni-Reihe stellt seit dem Jubiläumsjahr 2019 herausragende Persönlichkeiten, Absolvent*innen, (Master-)Studierende, Nachwuchswissenschaftler*innen und Postdocs der Universität zu Köln vor und macht besondere Werdegänge sowie außerordentliches Engagement sichtbar. Eine Übersicht aller "klugen Köpfe" finden Sie hier!  #juraalumni #100jahreklugekoepfe

  • Hier entstehen "Freiheitskämpfer*innen": Dr. Nikolaos Gazeas
  • Hier entstehen "Leitlinien": Prof. Dr. Andreas Mosbacher
  • Hier entstehen "Friedensstifter*innen": Dr. Gunter Pleuger
  • Hier entstehen "Fürsprecher*innen": Khira Wack
  • Hier entstehen "Bestseller": Sandra Navidi
  • Hier entstehen "Verteidiger*innen": Jörg Mayr
  • Strafverteidiger, Rechtsanwalt für Wirtschafts- und Steuerstrafrecht sowie für internationales Strafrecht
  • Alumnus Rechtswissenschaften
  • Rechtswissenschaftliche Fakultät

Jura-Alumnus Dr. Nikolaos Gazeas (*1982) studierte Jura in Köln, Bonn, Heidelberg und Thessaloniki. Schon im 2. Semester stand für den gebürtigen Kölner fest, dass er Strafverteidiger werden will. Sein anschließendes Studium des Master of Laws (LL.M.)  führte ihn an die University of Auckland in Neuseeland, wo er sich mit dem angloamerikanischen Strafverfahrensrecht befasste. Zurück in Köln war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Institut für Strafrecht und Strafprozessrecht am Lehrstuhl für deutsches und internationales Strafrecht bei Herrn Prof. Dr. Dr. h.c. Dr. h.c. Claus Kreß LL.M. tätig. Bei ihm promovierte er auch. Seine Promotionszeit führte ihn u.a. als Visiting Scholar an die University of California nach Berkeley.

Auch heute ist er seinem Institut noch eng verbunden und neben seiner Tätigkeit als Rechtsanwalt  in Strafsachen Lehrbeauftragter für Strafrecht und Nachrichtendienstrecht an der Universität zu Köln. Dr. Gazeas ist regelmäßig Sachverständiger in Gesetzgebungsverfahren des Deutschen Bundestages und der Landtage, ob zu neuen Straf- und Sicherheitsgesetzen oder etwa im Untersuchungsausschuss zum Terroranschlag am Berliner Breitscheidplatz. Gefragt ist er immer wieder im internationalen Strafrecht und bei Fällen mit politischen Implikationen.

In seiner Funktion als Rechtsanwalt in Strafsachen und Strafverteidiger agiert Dr. Gazeas bundesweit und international als Verfechter der Grund- und Freiheitsrechte und ist damit wichtiger Bestandteil eines funktionierenden Rechtsstaats. Er kämpft für die Rechte von Beschuldigten und ihre Freiheit – ob das der russische Oppositionelle Alexej Nawalny oder der EM-Flitzer mit der Regenbogenfahne auf dem Fußballfeld im Spiel gegen Ungarn ist. Ob der Vorstand eines Unternehmens wegen des Vorwurfs einer Wirtschaftsstraftat oder ein Student*in wegen des Vorwurfs des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte.

Wie wichtig es ist, sich für rechtsstaatliche Grundsätze einzusetzen, zeigt etwa der Fall Nawalny. Der Giftanschlag auf Alexej Nawalny, seine Behandlung in Deutschland und seine juristische Vertretung durch Dr. Gazeas zeigen, dass juristische Arbeit auch im Kontext extremer internationaler politischer Spannungen stehen kann. In einer Vielzahl von Medienauftritten zeigte Dr. Gazeas auf, warum in diesem Fall Öffentlichkeit, politischer Druck durch rechtsstaatliche Regierungen und die internationale Staatengemeinschaft besonders wichtig sind.

Wo in seinen Augen Gesetze verfassungswidrig in Freiheitsrechte eingreifen, zieht er vor das Bundesverfassungsgericht – etwa im Namen von aktuellen und ehemaligen Bundesminister*innen, Bundestagsabgeordneten und Journalist*innen. In Auslieferungsverfahren versucht er Menschen vor schwersten Folgen zu bewahren. Oder auch mal einen Studierenden vor einer Vorstrafe nach einer Rauferei an Karneval.

(Stand: November 2021)

  • Richter am Bundesgerichtshof
  • Alumnus Rechtswissenschaften und Philosophie
  • Rechtswissenschaftliche Fakultät

Rechtswissenschaften und Philosophie: Jura-Alumnus Prof. Dr. Andreas Mosbacher (*1967) verbindet beides in eindrücklicher Weise. Von 1988 bis 1993 studierte er diese Fächer an den Universitäten Köln und Heidelberg. Heute lehrt er als Honorarprofessor für Straf- und Strafprozessrecht an der Universität Leipzig. 2012 wurde Professor Mosbacher zum Richter am Bundesgerichtshof gewählt und gibt seitdem in dieser Tätigkeit Leitlinien für die korrekte Auslegung der Gesetze, prüft Entscheidungen auf Rechtsfehler und sichert somit das Vertrauen in den Rechtsstaat.

Auch die Arbeit des Bundesgerichtshofs selbst lässt er dabei nicht außer Acht. So entschuldigte er sich in seinem 2016 erschienenen Aufsatz „Wie primitive Urmenschen“ – eine späte Entschuldigung (Neue Juristische Wochenschrift 2016) im Namen des Bundesgerichtshofs für in den 1950er Jahren erlassene Urteile, die Sinti*ze und Rom*nja als Volksgruppe pauschal beleidigten: Die BGH-Richter hatten Urteile zu Entschädigungsansprüchen aus der NS-Diktatur mit Zitaten begründet, die eindeutig von der nationalsozialistischen Rassenideologie geprägt waren.

Die intensive Auseinandersetzung mit seinen beiden Studienfächern prägt seinen gesamten Lebenslauf: So wurde Professor Mosbacher 1999 an der Universität Potsdam mit der Arbeit Strafrecht und Selbstschädigung: die Strafbarkeit „opferloser“ Delikte im Lichte der Rechtsphilosophie Kants promoviert. Darüber hinaus publiziert er in Fachzeitschriften zur Rechtsphilosophie und weiteren rechtswissenschaftlichen Themen. Seit 2013 ist er zudem Präsident der Berliner Walter Serner Vereinigung, die sich dem Andenken des von den Nazis ermordeten Schriftstellers und Dadaisten Dr. jur. Walter Serner widmet.

(Stand: August 2021)

  • ehem. Staatssekretär des Auswärtigen Amts | ehem. Ständiger Vertreter Deutschlands bei den Vereinten Nationen

  • Studium und Promotion der Rechts- und Politikwissenschaften

  • Rechtswissenschaftliche Fakultät

Jura-Alumnus Dr. Gunter Pleuger (*1941) nutzte sein diplomatisches Geschick fast ein halbes Jahrhundert im Einsatz für die weltweite Friedenspolitik. In Wismar geboren, studierte Dr. Gunter Pleuger nach seinem Abitur zunächst bis 1964 Rechtswissenschaften und Politische Wissenschaft an den Universitäten Köln und Bonn. Die Zeit zwischen seiner Promotion und seinem zweiten Staatsexamen 1968 verbrachte er als Stipendiat des DAAD an der renommierten École Nationale d’Administration in Paris.

1969 trat er in den Auswärtigen Dienst ein. Nach der Ausbildung in Bonn folgten u.a. Stationen in New York, Neu-Delhi und Washington. 1999 übernahm Dr. Pleuger unter Außenminister Joschka Fischer das Amt des Staatssekretärs im Auswärtigen Amt. Weltweite Bekanntheit erlangte unser KölnAlumnus ab 2002, als er die Bundesrepublik als Botschafter bei den Vereinten Nationen im Weltsicherheitsrat zur Zeit der Irak-Krise vertrat. 

Im Juli 2006 beendete Dr. Gunter Pleuger seine Tätigkeit bei den Vereinten Nationen. Als Lehrbeauftragter an der Universität Potsdam gab er sein Wissen und seine Erfahrungen anschließend weiter und unterrichtete bis 2008 internationale Politik und multilaterale Verhandlungstechniken. Von 2008 bis 2014 war er Präsident der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt an der Oder. Sein diplomatisches Geschick als Friedensstifter nutzte er im Jahr 2017 nochmals als Schlichter für den bereits mehrere Jahre schwelenden Konflikt um die Vergütung der Piloten der Deutschen Lufthansa AG. Heute lebt Dr. Gunter Pleuger in Berlin und genießt seinen wohlverdienten Ruhestand.

(Stand: April 2021)

  • Mitgründerin Senioren-Rechtshilfe Köln e.V. (SRK)
  • Masterstudium Wirtschaftsrecht
  • Rechtswissenschaftliche Fakultät

Jura-Alumna Khira Wack (*1993) schloss ihr Studium der Rechtswissenschaften im Sommer 2020 nach sieben Jahren an der Universität zu Köln erfolgreich mit dem Ersten juristischen Staatsexamen ab. In dieser Zeit absolvierte sie auch das Zusatzprogramm CUSL im amerikanischen Recht, welches sie mit Magna cum Laude abschloss – außerdem zog es sie für ein Jahr ins Ausland an die Università degli Studi di Firenze. Seit November 2020 setzt sie ihr Studium an der Universität zu Köln im Masterstudiengang Wirtschaftsrecht (LL.M.) – Schwerpunkt Unternehmensrecht an der Rechtwissenschaftlichen Fakultät fort und absolviert parallel dazu ihr Referendariat.

Die Unterstützung, aber auch Sorgen ihrer Großmutter, bei der sie in ihrer Kindheit viel Zeit verbrachte, haben sie besonders geprägt: Insbesondere deshalb gründete sie während ihrer Studienzeit 2014 die "Senioren-Rechtshilfe Köln e.V." mit. Der gemeinnützige Verein verfolgt das Ziel, ehrenamtlich Senior*innen zu unterstützen, die mit behördlichen oder rechtlichen Fragestellungen allein und überfordert sind. Nach dem Konzept einer Law Clinic geben Studierende dort Orientierungshilfe und Unterstützung – sei es beim Verständnis von Formularen und Schriftstücken, mit Begleitung bei Behördengängen oder dem Erörtern rechtlicher Möglichkeiten – um ihnen bei der Wahrnahme ihrer Rechte die gleichen Möglichkeiten wie anderen Bevölkerungsgruppen zu eröffnen. Seit seiner Entstehung engagiert sich Khira Wack durchgehend und mit großem Einsatz für den Verein. So sicherte sie neben ihrer vierjährigen Vorstandstätigkeit auch sein Fortbestehen und setzt sich bis heute für das Projekt und die älteren Menschen ein – eine wahre Fürsprecherin!

(Stand: März 2021)

  • Bestsellerautorin, CEO, Rechtsanwältin (Deutschland/USA)
  • Alumna Rechtswissenschaften
  • Rechtswissenschaftliche Fakultät

Sandra Navidi, geboren in Mönchengladbach, schloss ihr Studium der Rechtswissenschaften an der Universität zu Köln Mitte der neunziger Jahre ab. Ferner studierte sie an der Fordham University School of Law und der Universität Paris Sorbonne.

Sie ist Gründerin der Consultingfirma BeyondGlobal mit Sitz in New York und erreichte als Finanzexpertin weltweite Bekanntheit. Zuvor arbeitete sie mit dem Ökonom Nouriel Roubini in dessen Wirtschaftsberatung Roubini Global Economics, wo sie für die Forschungsstrategie und das Beziehungsmanagement auf Exekutiv-Ebene zuständig war. Bei Scarsdale Equities war sie als Investmentbankerin tätig, bei dem Vermögensverwalter Muzinich & Co. bekleidete sie die Position der Chefjustiziarin und bei der Unternehmensberatung Deloitte arbeitete sie als Managerin im Bereich internationale Kapitalmärkte. Als Kommentatorin rund um die Finanzmärkte ist sie international ein angesehener Gast.

Ihr Buch "$UPERHUBS" über die am besten vernetzten Titanen der globalen Finanzwelt ist ein preisgekrönter internationaler Bestseller und eines von Bloomberg’s Best Books of the Year. Sandra Navidi engagiert sich als KölnAlumna vor allem im New Yorker Auslandsbüro der Universität zu Köln. Dort stand sie u.a. im Rahmen der WiSo@NYC Summer School Studierenden Rede und Antwort und teilte auch im Rahmen anderer Veranstaltungen immer wieder ihre Erfahrungen mit Alumni und Studierenden der Universität zu Köln.

(Stand: Januar 2019)

  • Rechtsanwalt & Deutscher Eishockey-Meister (Kölner Haie)
  • Alumnus Rechtswissenschaften
  • Rechtswissenschaftliche Fakultät

624 Spiele, 43 Tore, 222 Punkte und 636 Strafminuten – Zahlen und Fakten zu Jörg Mayr, der von 1989 bis 2002 als Eishockeyspieler das Trikot der Kölner Haie überstreifte. Als Verteidiger verhalf Mayr seinem Club nicht nur zu zwei Meisterschaften (1989 und 2002), er nahm auch mit der Deutschen Eishockeynationalmannschaft an den Olympischen Winterspielen 1992, 1994 und 2002 teil. 

Geboren (*1970) und aufgewachsen ist Jörg Mayr im bayrischen Füssen. Erst für das Jurastudium an der Universität zu Köln zog er in die schöne Domstadt am Rhein und bleibt ihr seither treu. Nach seinem Karriereende im Jahre 2002, infolge einer Verletzung bei den Olympischen Spielen in Salt Lake City, wechselte er vom sportlichen zum zivilrechtlichen Verteidiger. Seit 2005 ist er als Rechtsanwalt tätig und seit 2013 Sozius einer in Köln ansässigen Kanzlei. Dort vertritt er seine Mandanten als Experte in den Bereichen Bau- und Architektenrecht.

(Stand: Juni 2019)

Lektüretipp: Mehr zu Jörg Mayr lesen Sie auch im Alumni-Interview mit dem Kölner Universitätsmagazin!

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