Entdecken Sie kluge Köpfe an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät
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...kluge Köpfe! Unsere KölnAlumni-Reihe stellt seit dem Jubiläumsjahr 2019 herausragende Persönlichkeiten, Absolvent*innen, (Master-)Studierende, Wissenschaftler*innen einer frühen Karrierephase und Postdocs der Universität zu Köln vor und macht besondere Werdegänge sowie außerordentliches Engagement sichtbar. Eine Übersicht aller "klugen Köpfe" finden Sie hier!
- "Entscheidungstreffer": Julian Köster
- "Deutschlanddialoge": Philip Faigle
- "Vielfalt & Gerechtigkeit": Sven Lehmann
- "Menschenwürden": Markus N. Beeko
- "Wendepunkte": Mimoun Berrissoun
- "Enthüllungen": Felix Holtermann
- "Wirtschaftsweisen": Prof. Dr. Achim Truger
- "Brückenbauer*innen": Martin Hecker
- "Zukunftsinvestitionen": Maya Hennerkes
- "Transatlantiker*innen": Prof. Dr. Dr. h.c. Karl Kaiser
- "Potenziale": Larissa Fuchs
- "Lokalheld*innen": Malte Hendricks
- "Innovationsprojekte": Dr. Werner Hoyer
- "Warenretter*innen": Dr. Juliane Kronen
- "Europäer*innen": Dr. Elke König
- "Fragensteller*innen": Marietta Slomka
- Profi-Handballspieler (Bundesliga VfL Gummersbach, deutsche Nationalmannschaft)
- Alumnus Betriebswirtschaftslehre
- Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät
Julian Köster (*2000) vereint als eines der herausragenden Talente des deutschen Handballs sportliche Höchstleistungen mit akademischem Weitblick. In der Bundesliga führt er seit der Saison 2022/2023 als Kapitän den Traditionsclub VfL Gummersbach an und überzeugt durch sein Spielverständnis und seine Fähigkeit, in entscheidenden Momenten die richtigen Treffer zu setzen. Neben seiner Sportkarriere zeigt Köster auch abseits des Spielfelds großen Einsatz: Sein Bachelorstudium in Betriebswirtschaftslehre hat er 2023 erfolgreich an der WiSo Fakultät der Universität zu Köln abgeschlossen. Anschließend nahm er hier ein Masterstudium in Corporate Development auf, entschied sich jedoch zum WS 24/25 aus Gründen der besseren zeitlichen Vereinbarkeit mit seiner sportlichen Karriere für einen Wechsel an eine Fernuniversität, an der er das Studium aktuell fortsetzt.
Bereits mit 22 Jahren zählte der gebürtige Bielefelder zu den prägenden Figuren der deutschen Nationalmannschaft. Sein Debüt in der A-Nationalmannschaft gab er 2021. Bei der Europameisterschaft 2022 und der Weltmeisterschaft 2023 etablierte er sich in kürzester Zeit als Leistungsträger und wurde mehrfach ausgezeichnet. Bei den Olympischen Spielen in Paris prägte Julian Köster einen der Sportmomente des Jahres 2024, von der Süddeutschen Zeitung als „Das Sechs-Sekunden-Wunder von Lille“ gefeiert: Im nervenaufreibenden Viertelfinale gegen Frankreich gelang ihm sechs Sekunden vor Schluss ein spektakulärer Ballgewinn gegen den Handball-Superstar Dika Mem, der den rettenden Ausgleich vorbereitete. Am Ende des Turniers stand Köster mit der deutschen Nationalmannschaft verdient auf dem Podium und nahm die Silbermedaille entgegen. Anlässlich eines Empfangs des Rektors Professor Dr. Joybrato Mukherjee für die Kölner Olympioniken wurde auch Julian Köster für seine Leistungen geehrt und konnte sich im September 2024 ins Goldene Buch der Universität zu Köln eintragen. Im November 2024 wurde er außerdem beim felix award 2024 für seine sportliche Leistung und seinen Einsatz „…als Botschafter für Toleranz, Respekt und Teamgeist“ (NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst) als Nordrhein-Westfalens „Sportler des Jahres“ ausgezeichnet.
Doch Julian Köster überzeugt nicht nur durch sportliche und akademische Leistungen, sondern auch durch sein soziales Engagement. Als eines der „Gesichter der Spiele“ bei den Special Olympics Landesspielen in Münster leitete er im Mai 2024 ein Handball-Training für rund 70 Athletinnen und Athleten mit geistiger Beeinträchtigung. Seitdem setzt er sich als Handball-Botschafter für Special Olympics in NRW ein. Julian Köster punktet mit Treffern, Teamgeist und Engagement auf allen Ebenen!
Stand: Dezember 2024
Wie schaffen Sie es, den Spagat zwischen intensivem Training, Spielen und Ihrem Studium zu meistern, Herr Köster?
"Training, Spiele und Studium sind drei spannende und schöne Herausforderungen. Um alles miteinander vereinbaren zu können und trotzdem überall Leistung erbringen zu können, ist Zeitmanagement sehr wichtig für mich."
Was bedeutet Ihnen die Universität zu Köln und die Verbindung zu Ihrer Heimatregion?
"Ich bin in der Nähe von Köln groß geworden und habe in der Region meine ersten Schritte im Profisport gemacht. Zeitgleich an einer renommierten Universität studieren zu dürfen, ist natürlich nicht selbstverständlich. Dementsprechend ist meine Verbindung zu Köln und der Region sehr groß."
Welcher Moment aus Ihrer bisherigen Karriere war Ihr persönlicher "Entscheidungstreffer"?
"Mein erster Vereinswechsel im Profihandball vom TSV Bayer Dormagen zum VfL Gummersbach war rückblickend betrachtet genau der richtige Schritt zur richtigen Zeit. Ich konnte mich in einem neuem Umfeld sowohl sportlich als auch menschlich nochmal weiterentwickeln. Dementsprechend war das eine wichtige Entscheidung für mich."
Welche Rolle sollte Ihr BWL-Studium im Anschluss an Ihre sportliche Laufbahn im Idealfall spielen - wissen Sie schon in welche Richtung es für Sie gehen soll?
"Ehrlicherweise kann ich zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht sagen, wie es nach meiner Karriere weitergehen wird. Grundsätzlich interessiert mich die Wirtschaft und mit einem BWL Studium habe ich gute Voraussetzungen, um dort anschließend eine neue Rolle zu finden. Wie genau diese aussieht, kann ich schwer sagen, da ich hoffe, erstmal noch eine paar Jahre als Sportler vor mir zu haben."
- Mitglied der Chefredaktion ZEIT ONLINE, Leiter Schwerpunkt-Ressort X
- Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät
- Alumnus Volkswirtschaftslehre und Politikwissenschaft
Philip Faigle (*1980 in Köln) besuchte die Kölner Journalistenschule und studierte von 2002 bis 2007 Volkswirtschaftslehre und Politikwissenschaft an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln.
Nach seinem Studium wurde Philip Faigle Redakteur bei ZEIT ONLINE. Er war Teil des Investigativ- und Datenteams, das systematischen Missständen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft nachgeht, und verantwortete die Sonderressorts „#D17“ und „#D18“, die Deutschland neu erklären sollten. Heute ist er Mitglied der Chefredaktion von ZEIT ONLINE. Er leitet das Schwerpunkt-Ressort X, das sich mit Reportagen, Essays und Datengeschichten den großen gesellschaftlichen Themen wie Migration, Ungleichheit oder Mobilität widmet. Er ist zudem einer der Gründer des Gesprächsformats „Deutschland spricht“ sowie der internationalen Debattenplattform „My Country Talks“. Gemeinsam mit Jana Simon moderiert er den Podcast „Warum denken Sie das?“.
Für seine Arbeit wurde Philip Faigle 2017 mit dem Helmut-Schmidt-Preis und Georg von Holtzbrinck-Preis für Wirtschaftspublizistik als Mitglied des Rechercheteams zum „Cum-Ex“-Skandal ausgezeichnet, 2018 erhielt er den Grimme Online Award für das Team von „Deutschland spricht“ und 2020 den Jean-Monnet-Preis für europäische Verständigung für das Format „Europe Talks“. Seine Texte und Podcasts im Zeichen von Verständigung, Debatte und Toleranz bringen Deutschland in den Dialog: Philip Faigle schafft Deutschlanddialoge.
Stand: Juni 2023
Herr Faigle, was aus der Zeit des Studiums begleitet Sie bis heute?
„Musik. Einige Alben von damals sind bis heute geblieben.“
Welchen Rat geben Sie Studierenden?
„So breit und viel zu lesen wie möglich. Später geht das zwar immer noch. Aber man hat einfach weniger Zeit.“
Was ist/war Ihr Lieblingsort an der Universität zu Köln?
„Die Campus-Wiese hinter dem Hauptgebäude im Sommer.“
- Mitglied des Bundestags; Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend; Beauftragter der Bundesregierung für die Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt (Queer-Beauftragter)
- Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät
- Alumnus Politische Wissenschaften, Romanistik und Pädagogik (Magister)
Kölner, Europäer, Weltverbesserer, Idealist, Hedonist, Feminist und vieles mehr - das ist Sven Lehmann (*1979)! Der WiSoAlumnus der Universität zu Köln setzt sich als Mitglied des Bundestages (Bündnis 90/Die Grünen) und als „Queer-Beauftragter“ der Bundesregierung für eine gerechte Gesellschaft, eine lebenswerte Welt und eine starke Demokratie ein. In der breiten gesellschaftlichen Debatte sucht er den Austausch und streitet leidenschaftlich für gute politische Lösungen: hart in der Sache, aber fair und mit Respekt im Umgang.
1999 begann er sein Magister-Studium der Politischen Wissenschaften, Romanistik und Pädagogik an der WiSo-Fakultät der Universität zu Köln und am Institut d’Études Politiques in Aix-en-Provence (Frankreich), welches er 2006 beendete. Seine Karriere begann Sven Lehmann als Leiter des Wahlkreisbüros der Kölner Bundestagsabgeordneten Kerstin Müller (2005 – 2007). Anschließend war er als Verwaltungsangestellter beim Landschaftsverband Rheinland (LVR) tätig, zuletzt in der Stabstelle Personalentwicklung und Betriebliches Gesundheitsmanagement. Es folgte der Schritt auf die politische Bühne: Zunächst als Landesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen in Nordrhein-Westfalen (2010 bis 2018), als Mitglied des Deutschen Bundestags (seit 2017) und als Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (seit 2021). Am 5. Januar 2022 wurde Sven Lehmann schließlich als erster Beauftragter der Bundesregierung für die Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt ernannt. Dieses im Bundesfamilienministerium angesiedelte Amt des „Queer-Beauftragten“ wurde von der Bundesregierung Anfang 2022 neu geschaffen.
Nicht nur beruflich, auch ehrenamtlich engagiert Sven Lehmann sich in zahlreichen Vereinen, die sich für Demokratie, Vielfalt und Gerechtigkeit“ einsetzen. Für seinen Einsatz für die LGBTIQ*-Community, speziell in der Corona-Krise, ehrten die Aidshilfe Köln und das schwule Gesundheitszentrum „Checkpoint“ Sven Lehmann mit der Brosche, dem so genannten „funkelnden Dankeschön der Community“.
„Die Maßgabe unserer Gesellschaftspolitik ist die Gleichwertigkeit und Selbstbestimmung der Menschen.“ (Zeit Online).
(Stand: September 2022)
Was vermissen Sie an der Uni Köln am meisten?
„Das kommt jetzt vielleicht überraschend, aber: die Mensa. Gute Auswahl, gute Preise, guten Appetit!“
Ich verdanke meiner Studienzeit an der Uni…
„… einen interdisziplinären Blick auf die Welt, der politik-, geistes- und sozialwissenschaftlich geprägt ist.“
Welchen Rat würden Sie heutigen Erstsemestern mit auf den Weg geben?
„Genießt diese wichtige Zeit! Probiert Euch aus, schaut über den Tellerrand, lernt Menschen und die Stadt kennen. Und Euch selbst.“
- Generalsekretär von Amnesty International in Deutschland
- Studium Marketing, Organisation und Verkehrswissenschaft
- Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät
Sei es die steigende Zahl weltweiter Hinrichtungen, der Fall Julian Assange oder der Einsatz von Streubomben in der Ukraine - es ist der Einsatz für die Rechte von Menschen, der für Markus N. Beeko (*1967) das Menschsein ausmacht. Seit 2004 ist der Alumnus der WiSo-Fakultät für Amnesty in Deutschland und auf internationaler Ebene aktiv: Er startete als Leiter der Abteilung „Kampagnen und Kommunikation“. 2016 folgte der gebürtige Kölner schließlich auf Selmin Çalışkan im Amt des Generalsekretärs von Amnesty International Deutschland, das er bis heute innehat. Er leitet außerdem die internationale Amnesty-Steuergruppe „Menschenrechte im digitalen Zeitalter“, die sich mit einem menschenrechtskonform gestalteten Einsatz digitaler Technologien beschäftigt und war Mitglied im “Global Management Team”, das den internationalen Generalsekretär beriet, sowie in verschiedenen globalen Koordinierungsgremien der Menschenrechtsorganisation involviert.
Während seines Studiums (1988-1994, Marketing, Organisation und Verkehrswissenschaft) an der Universität zu Köln engagierte sich Markus N. Beeko als Mitglied des Kölner Organisationsforums Wirtschaftskongress (OFW) und in der von Studierenden geführten Unternehmensberatung Oscar GmbH. Nach seinem Abschluss arbeitete er ab 1994 für 5 Jahre in einer Werbeagentur und entwickelte Marketingkonzepte für Produkte wie Lebensmittel oder Computer. Schon während seiner Tätigkeit als Werber beschäftigte ihn jedoch die Frage, wie Kommunikation und kommerzielles Marketing das öffentliche Leben im sozialen Sinne gestalten können. Im Jahr 2000 wechselte Markus N. Beeko daher zu einer Schweizer Politik- und Wirtschaftsberatung mit Fokus auf Kommunikationsstrategien zu gesellschaftlichen Themen wie Zuwanderung, Nachhaltigkeit, Energie und anderen Zukunftsfragen - 2004 folgt schließlich der Schritt zu Amnesty International.
Dieser ungewöhnliche Weg von der Werbung zum Menschenrechtler ist für Markus N. Beeko kein Widerspruch, denn in beiden Bereichen steht der Mensch im Fokus: ihn zu sehen, zu verstehen und zu erreichen. „Für die Rechte von Menschen eintreten zu können, macht für mich Menschsein aus.“ (Spiegel-Interview 2017), so lautet sein Motto im weltweiten Einsatz für Menschenwürden.
(Stand: Juli 2022)
Meine Zeit an der Uni Köln...
... war schön, prägend und lehrreich.
Wie würden Sie sich mit drei Worten beschreiben und was ist Ihr Lebensmotto?
Drei Worte: Begeisterungsfähig, pingelig, ausgleichend.
Lebensmotto: „Bange machen gilt nicht!“
Was würden Sie studieren, wenn Sie heute erneut entscheiden könnten?
Architektur + Städteplanung
- Gründer und geschäftsführender CEO der Organisation „180 Grad Wende“
- Studium der Sozialwissenschaften
- Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät
Mimoun Berrissoun (*1986) ist Alumnus der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln im Fach Sozialwissenschaften. Die Studienwahl an seiner Alma Mater fiel ihm relativ leicht: Er wollte studieren um zu verstehen, wie Gesellschaft, Wirtschaft und Staat funktionieren und wie man diese aktiv mitgestalten kann. Neben dem theoretischen Input im Studium beschäftigte er sich früh mit praktischen Lösungen für gesellschaftliche Probleme wie sozialer Ungleichheit und Bildungsbenachteiligung.
Im Jahr 2012 initiierte der gebürtige Kölner die Organisation „180 Grad Wende“, eine zunächst zivilgesellschaftliche Freiwilligeninitiative für Prävention und Empowerment unter Jugendlichen. Die Wiege der „180 Grad Wende“ war ein Arbeitskreis in Köln-Kalk bestehend aus Stadtvertreter:innen, Polizei und gesellschaftlichen Akteur:innen. „Gestartet sind wir mit ein paar motivierten Leuten aus der Uni und anderen Engagierten, die Jugendlichen in Krisensituationen helfen wollten“, so Mimoun Berrissoun, der sich seit 2008 im Arbeitskreis engagierte. Aus anfänglichen Ausbildungsmodulen für Muliplikator:innen zu Themen wie Zivilcourage, Demokratieverständnis und Gewaltprävention ist eine Bewegung von Menschen entstanden, die sich gegenseitig empowern und in verschiedenen Projekten und Beratungsangeboten der 180 Grad Wende aktiv Hilfe leisten. Auf diese Weise schafft Mimoun Berrissoun Wendepunkte: Junge Menschen, die bereits in Krisensituationen stecken, werden ganzheitlich begleitet um eine „180 Grad Wende“ in ihrem Leben zu schaffen.
Heute ist die 180 Grad Wende eine international tätige und mehrfach ausgezeichnete Organisation mit 16 Mitarbeiter:innen und einem breiten Projektportfolio, eigenen Beratungsstellen und Projekten in Sozialräumen, Schulen und Haftanstalten. Im Jahr 2016 ernannte der ehemalige UN-Generalsekretär Kofi Annan Berrissoun aus einem Bewerberkreis von über 500 Personen aus über 70 Ländern gemeinsam mit 9 anderen außergewöhnlichen jungen Menschen zum Young Leader seiner Stiftung. Seit Ende 2017 war Berrissoun zudem als Projektberater für den ehemaligen Friedensnobelpreisträger Annan tätig. Die Europäische Kommission nominierte Berrissoun 2019 als Mitglied des Lenkungsausschusses des Radicalization Awareness Network der Europäischen Union. Berrissoun ist außerdem als Dozent tätig und hat für die Justizakademie des Landes NRW Richter:innen, Staatsanwält:innen und Justizvollzugsbeamt:innen fortgebildet.
Für seine unermüdliche und vorbildliche Arbeit erhielt er zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen auf nationaler und internationaler Ebene. 2020 verlieh ihm das Land NRW die Mevlüde-Genç-Medaille durch Ministerpräsident Armin Laschet für besondere Verdienste um Toleranz, Versöhnung zwischen den Kulturen und um das friedliche Miteinander der Religionen.
Wenn er mal nicht im Rahmen seiner Arbeit im Büro aufzufinden oder auf Achse ist, geht er im Grünen spazieren und tüftelt das nächste Projekt aus.
(Stand: Juni 2022)
Ich verdanke meiner Studienzeit an der Uni Köln…
... zahlreiche wertvolle Bekanntschaften, die mich auf meinem Lebensweg inspiriert haben und mit denen ich gemeinsam zusammenarbeiten durfte. Bis heute habe ich Mitstreiter:innen an meiner Seite, die ich am Uni-Campus kennenlernen durfte. Darunter auch wirklich ganz besondere Menschen, die selbstlos und mit Einsatz ihrer eigenen Zeit und Mühe viel im Leben anderer junger Menschen bewirken konnten. Ich erinnere mich bis heute noch an inspirierende Professor:innen und Lehrkräfte, von denen ich viel lernen durfte. Von der Zeit in der, ich als Student im International Office der Universität in einem dynamischen Team bei der Betreuung internationaler Studierender mitwirkte, bleibt mir vor allem mein ehemaliger Vorgesetzter Karl-Heinz Korn in Erinnerung. Sein mutiger und selbstloser Einsatz für internationale Studierende, die in schwierigen Situationen gerieten oder ihren Aufenthalt nicht verlängert bekamen, hat mich tief beeindruckt. Er hat immer sein Bestes versucht und auch vieles bewirken können. In seinem Büro sind viele Tränen geflossen, mal aus Freude oder auch in traurigen Momenten. Es sind auch viele Tränen geflossen, als er vor ein paar Jahren plötzlich an schwerer Krankheit kurz nach seiner Verrentung verstorben ist.
Was ist/war Ihr Lieblingsort an der Universität zu Köln?
Mit Abstand war die Bibliothek mein Lieblingsort. Mit dem Büchereiausweis konnte ich per Fernleihe Bücher aus allen Buchbeständen der Bundesrepublik bestellen. Wenn ich mal tiefer in ein Thema reinlesen wollte, konnte ich mir gleich ein Buch dazu ausleihen. Meine Neugierde konnte nie ganz gestillt werden und ich habe es immer genossen, ein gutes Buch mit nach Hause zu nehmen. Ich habe wirklich viel Zeit in der Bibliothek verbracht, doch muss ich sagen, dass ich nur ein einziges Mal im Lesesaal für eine Prüfung gelernt habe. Ich habe meist nur in versteckten Ecken im „Bunker“ neben dem Sofortausleihbereich gelernt. Es gab für mich keine Alternative, denn ich kannte einfach zu viele Studierende und es gab einfach eine Menge interessante Themen, über die man sich austauschen konnte. Wenn man sich gesehen hat, war man meist aus dem Lern-flow raus.
Ich finde allerdings, dass die Bibliothek ruhig etwas vergrößert werden könnte.
Wie konnte man Sie vom Lernen abhalten?
Ich musste mein Studium selbst finanzieren und das Finanzielle hätte mich fast daran gehindert, mich überhaupt einzuschreiben. Daher musste ich arbeiten, um mein Studium zu ermöglichen und wusste von Anfang an, dass die Regelstudienzeit im Modulhandbuch nicht meiner Lebensrealität entsprechen wird. Arbeit zieht sich wie ein roter Faden durch meine gesamte Biographie. Seit der 10. Klasse und während meines gesamten Abiturs habe ich nach der Schule den Blaumann gegen meine Schultasche eingetauscht und in einer Autowaschstraße Autos gewaschen. Während des Studiums habe ich morgens früh vor den Vorlesungen mal Briefe sortiert oder in einem Kleiderlager Preise an teure Anzüge getackert. Später kamen wertvollere praktische Erfahrungen dazu, die ich in diversen Tätigkeiten erlernen durfte. An diesen Aufgaben durfte ich wachsen und vieles erlernen, was mir im Nachhinein geholfen hat. Rückblickend würde ich Studierenden raten immer neben dem Studium etwas zu arbeiten und wichtige Praktika abzulegen, aber natürlich sich dabei stets auf das Studium zu fokussieren. Jede:r muss da einen eigenen Mittelweg finden.
- Diplom-Volkswirt, US-Korrespondent Handelsblatt
- Studium der Volkswirtschaftslehre und Politikwissenschaft
- Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät
WiSo-Alumnus Felix Holtermann (*1987) ist Diplom-Volkswirt, Wirtschaftsjournalist mit Schwerpunkt Digitalisierung und Buchautor. Bekannt wurde er vor allem durch seine Enthüllungen rund um den größten Wirtschaftsskandal der deutschen Nachkriegszeit – den Fall Wirecard. Als Journalist beim Handelsblatt hat sich Felix Holtermann intensiv mit dem Fall beschäftigt und wurde für seine Recherchen und Veröffentlichungen mehrfach ausgezeichnet. Im April 2021 erschien sein Buch "Geniale Betrüger: Wie Wirecard Politik und Finanzsystem bloßstellt", in dem er die Zusammenhänge des Skandals akribisch aufbereitet. Das Buch wurde für den Deutschen Wirtschaftsbuchpreis nominiert.
Felix Holtermann wurde an der Kölner Journalistenschule für Politik und Wirtschaft ausgebildet (2005-2009). Es folgte ab 2006 ein Studium der Volkswirtschaftslehre und Politikwissenschaft an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln und der University of Auckland, das er 2013 als Diplom-Volkswirt abschloss. Parallel zum Studium engagierte sich Felix Holtermann ehrenamtlich – neben seiner Tätigkeit als Leiter des Arbeitskreises Menschenrechtsbildung und Pressearbeit bei Amnesty International (2008 bis 2014) gründete er im Jahr 2012 die Kölner Studierendenzeitung „KSZ“ mit. Seinem Studium, in dem er sich etwa mit der ökonomischen Wachstumstheorie und ihren Kritikern befasste, schlossen sich u.a. Stationen bei der Süddeutschen Zeitung, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und schließlich im Jahr 2014 ein Volontariat beim Westdeutschen Rundfunk an. Nach seinem Volontariat blieb Felix Holtermann bis Ende 2016 beim WDR – zunächst als Wirtschaftsredakteur, später als Referent der Hörfunkdirektorin.
2017 stieg Felix Holtermann als Finanzredakteur beim Handelsblatt ein und wurde 2019 Korrespondent in Frankfurt (mit Schwerpunkt Digitalisierung der Finanzbranche, Auslandsbanken und Investmentbanking). Anfang 2022 folgte der Umzug nach New York – mit Fokus auf Tech und Automotive ist Felix Holtermann heute US-Korrespondent des Handelsblatts. Seine journalistische Arbeit wurde mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Deutschen Journalistenpreis, State Street Institutional Press Award und Georg-von-Holtzbrinck-Preis für Wirtschaftspublizistik.
(Stand: Februar 2022)
Was würden Sie heutigen Studierenden mit auf den Weg geben?
Lasst euch Zeit! Die schlichte Wahrheit ist: Niemanden interessiert später, ob ihr ein oder vier Semester länger studiert. Universität bedeutet Geistes- wie Herzensbildung. Nehmt euch die Zeit für Vorlesungen anderer Fakultäten, für außeruniversitäres Engagement, für Reisen und für Lesen, Lesen, Lesen. Der Arbeitsmarkt steht euch aufgrund des demographischen Wandels sowieso offen.
Wenn Sie einen Tag lang wieder Studierender an der Universität zu Köln wären, wie würde dieser Tag aussehen? Was dürfte nicht fehlen?
Lunch in der Mensa, Lernen in der USB, Abendkölsch auf der Uniwiese.
Was war oder ist Ihr wichtigster Erfolg?
Journalismus ist Beruf und Berufung. Man trifft spannende Leute, blickt hinter die Kulissen – und verhilft bisweilen der Wahrheit zum Durchbruch. Hiervon ein Teil sein zu können, erst als Reporter in Köln und in Frankfurt, unter anderem für Wirecard, nun als Korrespondent in New York, ist ein Geschenk.
- Mitglied des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung
- Studium der Volkswirtschaftslehre
- Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät
WiSo-Alumnus Prof. Dr. Achim Truger (*1969) ist seit 2019 Professor für Sozioökonomie, mit dem Schwerpunkt Staatstätigkeit und Staatsfinanzen, an der Universität Duisburg-Essen und Mitglied des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Das unabhängige Expertengremium erfüllt seit 1963 den gesetzlichen Auftrag zur Beratung von Bundesregierung und Öffentlichkeit in wirtschaftspolitischen Fragen. Im Volksmund werden die aktuell vier Mitglieder auch als Wirtschaftsweise bezeichnet und prägen mit ihrem seit 1964 jährlich veröffentlichten Gutachten merklich die wirtschaftspolitische Entscheidungsfindung.
In seiner Geburtsstadt Köln legte Prof. Dr. Achim Truger den Grundstein für seine Karriere: Das Studium der Volkswirtschaftslehre an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln schloss er 1992 als Diplom-Volkswirt erfolgreich ab. Nach seinem Studium arbeitete Achim Truger zunächst als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Seminar für Finanzwissenschaft (am Lehrstuhl von Prof. Dr. K. Mackscheidt) und am Finanzwissenschaftlichen Forschungsinstitut an der Universität zu Köln. 1997 wurde er mit einer methodologischen Dissertation zur „Neuen Finanzwissenschaft“ mit summa cum laude promoviert und war anschließend als Leiter des Referates „Steuer- und Finanzpolitik“ in der Hans-Böckler-Stiftung in Düsseldorf tätig. Von 2012 bis 2019 war er als Professor für Volkswirtschaftslehre – und von 2015 bis 2017 auch als Prodekan des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften – an der Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) Berlin tätig.
Neben seinen Tätigkeiten als Universitätsprofessor und im Sachverständigenrat hat Achim Truger in diversen Bereichen der makroökonomischen Wirtschaftspolitik und der Finanzwissenschaft geforscht und publiziert. Auf internationaler bis kommunaler Ebene ist Achim Truger für Regierungen, Parlamente, Gewerkschaften und NGOs in der wissenschaftlichen Politikberatung tätig. Im Jahr 2015 wurde er mit dem Progressive Economy Award für einen Vorschlag zur aktiven Nutzung fiskalpolitischer Spielräume in der EU ausgezeichnet.
(Stand: Januar 2022)
Was würden Sie heutigen Studierenden mit auf den Weg geben?
Ich möchte die Studierenden ermutigen über den Tellerrand zu schauen, kritisch zu denken und eine plurale Perspektive einzunehmen. Es gibt außerdem mehr als Wirtschaft und Geld. Das ist auch für die Zukunft unserer Demokratie von zentraler Bedeutung.
Welches Ereignis aus Ihrer Studienzeit haben Sie in besonderer Erinnerung?
Unglaublich spannend war der Fall der Mauer und der Weg zur Deutschen Einheit. Besonders aufschlussreich waren für mich dabei die vielen Fehlprognosen so mancher ProfessorInnen. Das hat mir deutlich gemacht, auf welch unsicherem Grund sich die VWL häufig bewegt und wie wichtig eine kritische Denkweise ist.
Wenn Sie einen Tag lang wieder Studierender an der Universität zu Köln wären, wie würde dieser Tag aussehen? Was dürfte nicht fehlen?
Ein Tag würde mir kaum reichen! Ich hätte gern die akademische Freiheit und Zwanglosigkeit im damaligen Hauptstudium zurück, da hätte ich eigentlich am liebsten ewig weiterstudiert: Neben VWL auch Statistik, Philosophie, Soziologie, Fremdsprachen, es war wunderbar!
- Gründer und Geschäftsführer AmaliTech gGmbH
- Studium der Wirtschaftswissenschaften
- Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät
Bereits während des Studiums entdeckte WiSoAlumnus Martin Hecker (*1964) seine Begeisterung für den afrikanischen Kontinent: Es folgten Reisen durch mehrere afrikanische Länder – allerdings sollte es noch 25 Jahre dauern, bis er diese Leidenschaft auch beruflich leben konnte. Nach seinem Studium der Wirtschaftswissenschaften an der WiSo-Fakultät der Universität zu Köln (Abschluss Diplomkaufmann, 1990) begann Martin Hecker zunächst eine Karriere als Berater im Bereich Technik und Digitalisierung und war in dieser Funktion unter anderem in New York, Miami und Kalifornien tätig. Im Jahr 2004 wurde er schließlich Partner der Boston Consulting Group und leitete die Technology Advantage Practice in Zentral und Ost-Europa. Zudem baute er in Latein-Amerika eine IT-Beratungsfirma auf, die mittlerweile zu einem der größten IT-Dienstleister vor Ort zählt.
Aufgrund seiner, bis heute bestehenden, tiefen Verbundenheit zu Afrika gründete er 2019 die AmaliTech gGmbH. Das Non-Profit-Unternehmen fungiert als Brückenbauer zwischen europäischen IT-Unternehmen und IT-Fachkräften aus afrikanischen Ländern. Allein in Deutschland fehlen laut Bitkom-Umfrage bereits heute rund 87.000 dieser Fachkräfte – genau diese Lücke versucht AmaliTech mithilfe afrikanischer IT-Talente zu verkleinern. Jährlich werden etwa 2,2 Millionen IT-Spezialist*innen an dortigen Universitäten ausgebildet und sehen sich nach dem Studium mit einem ausgeschöpften Arbeitsmarkt vor Ort konfrontiert. Im Fokus der Arbeit von AmaliTech steht daher eine kostenfreie, mehrmonatige Weiterbildung von Absolvent*innen in firmeneigenen Zentren vor Ort. Diese kooperieren wiederum eng mit den Universitäten und unterstützen beim Weg in die Selbstständigkeit oder ermöglichen eine anschließende Beschäftigung in einem in Afrika ansässigen Service-Center von AmaliTech - und somit eine direkte Vernetzung mit internationalen Kund*innen und Unternehmen. Bereits 2026 soll die Initiative etwa 1000 jungen Menschen einen Job ermöglicht haben. Dabei entsteht ein dreifacher Nutzen: Arbeitsplätze in Afrika, die Lösung des Fachkräftemangels in Europa und direkte Reinvestitionen der erwirtschafteten Überschüsse in soziale Projekte für die IT-Ausbildung sowie lokale Gemeinden in Afrika. Eines dieser sozialen Projekte ist „Coding for Kids“ in Zusammenarbeit mit den SOS Kinderdörfern, welches Kinder im Alter zwischen 9 und 14 Jahren bereits mit der Thematik des Programmierens vertraut macht und folglich die Fachkräfte der Zukunft sichert.
(Stand: August 2021)
Welches Ereignis aus Ihrer Studienzeit haben Sie in besonderer Erinnerung und was verbindet Sie noch heute mit der Universität zu Köln?
Die Universität zu Köln habe ich neben den akademischen Herausforderungen immer auch als Tor zur Welt verstanden. Insbesondere, Organisationen, wie zum Beispiel AIESEC aber auch andere, waren eine tolle Möglichkeit andere Länder und Kulturen kennenzulernen.
Wenn Sie einen Tag lang wieder Studierender an der Universität zu Köln wären, wie würde dieser Tag aussehen? Was dürfte nicht fehlen?
Studium generale – ein Blick in die verschiedenen Fakultäten, insbesondere in das Afrika Institut.
Was würden Sie heutigen Erstsemestern mit auf den Weg geben?
Neben dem Fachstudium den Blick nach links und rechts in andere Themen und Fakultäten werfen und mit breiter Allgemeinbildung den Weg ins Berufsleben starten.
- Leiterin ESG für Finanzinstitutionen, Abteilung Umwelt & Nachhaltigkeit, Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE)
- Studium Regionalwissenschaften Lateinamerika (VWL, Politikwissenschaften und Geschichte)
- Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät
Nachhaltigkeit ist ihr Herzensthema – ökologisch wie sozial: WiSo-Alumna Maya Hennerkes (*1978) hat an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen und Philosophischen Fakultät der Universität zu Köln Regionalwissenschaften Lateinamerika (VWL, Politikwissenschaften und Geschichte) studiert. Ihrem Traumberuf ist sie seit ihrem Abschluss im Jahr 2005 mit jedem Karriereschritt nähergekommen:
Nachdem sie zunächst in London bei der Finanzagentur Bloomberg arbeitete, wechselte sie für ihr persönliches Ziel, bei einer Bank mit nachhaltigem Mehrwert zu arbeiten, im Jahr 2010 zur Inter-American Development Bank (IDB) nach Washington. Dort war sie als Beraterin des Vizepräsidenten für Finanzierungsprojekte im privaten Sektor in Lateinamerika tätig und kümmerte sich im Anschluss an diese Funktion um Klimaschutz, Klimarisiken, Chancengleichheit für Frauen sowie die Umwelt- und Sozialverträglichkeitsanalysen der IDB. Darüber hinaus war Maya Hennerkes Mitglied im Think Tank 30 des Club of Rome. Diese „Denkfabrik“ von Expertinnen und Experten um die 30 Jahre widmet sich aktuellen gesellschaftlichen Themen rund um eine nachhaltige Zukunft. Nach ihrer aktiven Zeit ist sie heute weiterhin als unterstützendes Mitglied aktiv.
Im Jahr 2018 folgte der nächste Schritt: Für ihren Traumjob zog Maya Hennerkes mit ihrer Familie zurück nach London. Bei der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE) leitet Maya Hennerkes seitdem mit ihrem zehnköpfigen Team den Bereich Environmental Social and Governance (ESG) hinsichtlich indirekter Investitionsgeschäfte. Dahinter steckt die Finanzierung von Finanzinstituten, privaten Fonds und Versicherern zur Unterstützung der verschiedenen Wirtschaftsregionen und Kapitalmärkte. Als Teil der Finanzierung werden Umwelt- und Sozialstandards, die für alle Kundinnen und Kunden gelten, übernommen. Gemeinsam entscheidet das Team dabei über die Neuvergabe von mehr als 4 Milliarden Euro jährlich und verfolgt das Ziel, unser Finanzsystem umweltfreundlicher, sozial gerechter und nachhaltiger zu machen.
(Stand: Juni 2021)
Welches Ereignis aus Ihrer Studienzeit haben Sie in besonderer Erinnerung und was verbindet Sie noch heute mit der Universität zu Köln?
Die Fussballweltmeisterschaft 2002, als wir im Hörsaalgebäude das VWL-Vordiplom schreiben durften, während unten auf der großen Leinwand im Foyer die Spiele gezeigt und entsprechend gefeiert wurden…
Wenn Sie einen Tag lang wieder Studierende an der Universität zu Köln wären, wie würde dieser Tag aussehen? Was dürfte nicht fehlen?
Auf der Uniwiese rumliegen mit Kaffee Nr. 4 in der Hand, spanische Literatur lesen, und alles im Namen der Ausbildung ;)
Was würden Sie heutigen Erstsemestern mit auf den Weg geben?
Studium und Karriere sind nicht linear! Ruhig mal was ausprobieren was nicht in den Lebenslauf passt, den geradlinigen Pfad mal verlassen und einfach dem Interesse folgen. Karriere und Leben folgen keiner Checkliste. Aber: Das, wofür man sich entscheidet sollte man mit Leidenschaft und Energie machen. Wenn man Sinn findet in dem was man tut, werden Erfolg und Karriere zum Ergebnis, nicht zum Ziel an sich.
- Politikwissenschaftler | em. Professor Harvard University | ehem. Berater der Bundesregierung für Außenpolitik
- Studium und Promotion im Bereich der Politikwissenschaften
- Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät
WiSo-Alumnus Prof. Dr. Karl Kaiser (*1934) studierte bis zu seinem Abschluss als Diplom-Kaufmann im Jahr 1958 Wirtschafts- und Sozialwissenschaften an der Universität zu Köln: Hier legte er den Grundstein für seine beeindruckende Karriere als erfolgreicher Politikwissenschaftler und überzeugter Transatlantiker! Während seines Graduiertenstudiums der Politikwissenschaft machte er Station an der Universität Grenoble und dem Nuffield College der Universität Oxford. Seine Promotion erlangte er schließlich 1962 an seiner Alma Mater, der Universität zu Köln.
In den Jahren 1963 bis 1968 zog es Prof. Dr. Kaiser an die Harvard University. Dort forschte er als Research Associate und Mitarbeiter von Henry A. Kissinger zur Theorie der Internationalen Beziehungen, zu deutscher Außenpolitik und transatlantischen Fragen. 1969 folgte die Habilitation an der Universität Bonn, der sich zahlreiche Lehrtätigkeiten anschlossen – unter anderem die Professur für Politische Wissenschaft an der Universität zu Köln von 1974 bis 1991. Neben seiner Forschung im Gebiet der deutschen und europäischen Außenpolitik sowie der europäischen Einigung, war Prof. Dr. Kaiser wesentlich am Aufbau der Deutschen Gesellschaft für Friedens- und Konfliktforschung beteiligt. Als Mitglied und Direktor des Forschungsinstituts der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik e.V. (DGAP) hat er von 1973 bis 2003 die unabhängige außenpolitische Forschung in Deutschland maßgeblich bestimmt und vorangetrieben. Seine Expertise brachte Prof. Dr. Kaiser regelmäßig an außenpolitischen Gesprächsrunden des Bundespräsidenten ein und beriet die Bundesregierung in grundlegenden Fragen der Außenpolitik. Mit seinen Beiträgen hat er zudem die Fortsetzung der Entspannungspolitik und die Rolle der NATO wissenschaftlich begleitet.
2003 kehrte Professor Kaiser zurück an die Harvard University, wo er am Weatherhead Center for International Affairs 2005 ein Program on Transatlantic Relations gründete und an der Havard Kennedy School eine Professur übernahm. Auch heute ist er an der Kennedy School noch in der Funktion als Senior Associate aktiv. Für seine Arbeit wurde er mehrfach ausgezeichnet: U.a. 1986 durch die NATO mit dem Atlantic Award; 1989 durch Großbritannien als Commander of the British Empire CBE; 1991 in Frankreich als Légion d'Honneur, Officier; 1998 in Deutschland mit dem Bundesverdienstkreuz 1. KIasse, 2002 in Polen mit dem Verdienstkreuz 1. Klasse und 2009 in Deutschland mit dem Großen Verdienstkreuz.
(Stand: März 2021)
Lektüretipp: Mehr zu Karl Kaiser im WiSo-Alumni-Interview!
Weitere Informationen erhalten Sie auch HIER (CV Karl Kaiser Harvard University).
Was würden Sie heutigen Erstsemestern mit auf den Weg geben?
Das Studium ist eine Entdeckungsreise. Es ist klug, nicht nur in dem Gebiet zu verweilen, das anfänglich interessiert, sondern benachbarte Gebiete und Disziplinen zu erkunden, um schließlich den Bereich zu finden, der als Beruf den eigenen Interessen und Fähigkeiten am besten entspricht.
Was war oder ist Ihr wichtigster Erfolg?
Dass ich Institutionen in Deutschland, Europa und den USA helfen durfte, die transatlantischen Bindungen zur Grundlage ihres Handelns zu machen.
Meine Zeit an der Uni Köln...
...half mir, nicht nur die richtige Entscheidung über einen mich erfüllenden Beruf zu treffen, sondern mich dafür auch bestens vorzubereiten.
- Mitgründerin von Women in Economics e.V.
- Promotionsstudium "Economics: Design and Behavior"
- Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät
WiSo-Alumna Larissa Fuchs (*1992) ist seit Februar 2020 Doktorandin an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Uni Köln am Lehrstuhl „Economics: Design and Behavior“. Nach einem Exkurs an die Universität Bonn (M. Sc. VWL) und die Goethe-Universität Frankfurt (B. Sc. Wirtschaftswissenschaften) entstehen dank ihrer Promotion nun auch in Köln ganz neue Potenziale!
Zu den Forschungsinteressen von Larissa Fuchs gehören algorithmische Fairness in Verbindung mit Kandidatenauswahl, Humankapital und arbeitsmarktbezogenen Themen. Auch im Fokus ihrer Promotion stehen daher diskriminierungsfreie Recruiting-Algorithmen mit dem Ziel, den Prozess der Personalauswahl insgesamt objektiver zu gestalten – frei von Assoziationen und Empfindungen. Auch mit ihrem Engagement als Mitgründerin und Leiterin der Abteilung Finanzen und Fonds bei „The Women in Economics Initiative“ setzt sie sich für die Gleichstellung der Geschlechter und Entwicklung neuer Potenziale ein: Ziel ist es, die Chancengleichheit im Wirtschaftsberuf im akademischen, geschäftlichen und öffentlichen Sektor zu fördern!
(Stand: Oktober 2020)
Was würden Sie heutigen Erstsemestern mit auf den Weg geben?
Studierenden im ersten Semester gebe ich den Rat, auf sich selbst zu vertrauen und den Mut zu haben, den Werdegang nach eigenen Vorstellungen zu gestalten.
Wie würden Sie sich mit drei Worten beschreiben und was ist Ihr Lebensmotto?
Ich würde mich als engagiert, neugierig und spontan beschreiben. Mein Lebensmotto entspricht ein bisschen der Philosophie von Alice im Wunderland:
„Alice: Das ist unmöglich… Hutmacher: Nur, wenn man nicht daran glaubt!“
Was war oder ist Ihr wichtigster Erfolg?
Für mich sind mein größter Erfolg die Potenziale, die mit der Gründung der Women in Economics Initiative einhergehen. Die Inspiration und Stärke, die ich sowohl dort als auch im privaten Kontext geben und erhalten kann, sind nicht nur mein größter Erfolg, sondern treiben mich auch weiter an.
- Mitgründer LOLOCO
- Studium Information Systems
- Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät
Sein Studium der Wirtschaftsinformatik startete unser „Lokalheld“ Malte Hendricks (*1995) im Wintersemester 2014/2015 an der Universität zu Köln. Nach dem erfolgreichen Bachelor-Abschluss (2018) blieb er seiner Alma Mater auch für das derzeitige Master-Studium (Information Systems) treu. Die Idee zu LOLOCO hatte unser WiSo-Alumnus zusammen mit den Gründern Fritz Fried und Rasit Güven im Rahmen eines Bachelor-Abschlussprojekts. Nach ersten Schritten im Uniprojekt und der erfolgreichen Unterstützung durch GATEWAY, den Gründungsservice der Uni Köln, hat sich aus der Idee mittlerweile ein erfolgreiches digitales Treueprogramm für lokale Dienstleister*innen, Gastronom*innen und Einzelhändler*innen entwickelt.
Mögliche Probleme lokaler Händler*innen kannte Malte Hendricks bereits aus seiner Kindheit, da seine Eltern ebenfalls im Einzelhandel selbstständig sind. Beste Voraussetzungen also für das heute noch junge Startup mit Sitz im Herzen von Köln. Auch während der Corona-Krise versucht er nun den lokalen Handel mithilfe modernster Tools nachhaltig zu stärken und erfolgreich durch die Krise zu bringen - mit der Initiative „Ein Herz für Händler“, deren Gewinne zu 100% an lokale Händler ausgezahlt werden – für uns ein echter Lokalheld!
(Stand: November 2020)
Was würden Sie heutigen Erstsemestern mit auf den Weg geben?
Nutzt die Vielzahl extracurricularer Angebote der Universität zu Köln und probiert möglichst viel während des Studiums aus. Meine persönlichen Empfehlungen sind die Kneipentouren, Power your Life, Hochschulsport, ESC und ECC!
Wofür sind Sie der Uni Köln dankbar?
- Die Förderung von studenteninitiierter Gründung
- Fachlicher Austausch und enger Kontakt zu renommierten Professorinnen und Professoren
- Förderung angewandtes Lernen und Forschung insb. in unserem Studiengang
Was bedeutet Ihnen Ihr Abschluss an der Universität zu Köln?
- Hat mich mit der Ausbildung B.Sc. / M.Sc. auf die Gründung vorbereitet
- Abschluss an einer der akademisch anspruchsvollsten Universitäten in Deutschland
- Trotz akademischer Karriere die Möglichkeit in der Heimatstadt zu bleiben
- Präsident der Europäischen Investitionsbank
- Studium der Volkswirtschaftslehre
- Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät
Er ist seit 2012 Präsident der Europäischen Investitionsbank (EIB) und Vorsitzender ihres Verwaltungsrats in Luxemburg: KölnAlumnus Dr. Werner Hoyer! Die EIB ist die Bank der Europäischen Union. Sie ist weltweit der größte multilaterale Geldgeber und Anteilseigner sind die EU-Mitgliedsstaaten. In zweistelliger Milliardenhöhe fördert die EIB jährlich innovative Projekte aus den Bereichen Klimaschutz und Infrastruktur, stellt Finanzierungen für kleine und mittlere Unternehmen sicher und investiert darüber hinaus in Projekte in Entwicklungsländern. Seit dem Amtsantritt trug Dr. Hoyer deutlich zur Wiederbelebung der Wirtschaft und des Arbeitsmarktes in der EU bei und führte das Finanzinstitut erfolgreich durch eine ausgeprägte Expansions- und Transformationsphase.
Dienstreisen durch Europa und die Welt gehören für den aus Wuppertal stammenden Wahl-Kölner heute zum Tagesgeschäft. Seine Verbundenheit zur Stadt Köln und ihrer Universität hat sich Dr. Hoyer (*1951) aber erhalten: Nach seinem Studium der Volkswirtschaftslehre an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln promovierte er zum Dr. rer. pol. und lehrte von 1978 bis 1993 zum Thema "Internationale Wirtschaftsbeziehungen" an seiner Alma Mater. Für KölnAlumni kehrte Dr. Hoyer u.a. als Festredner beim KölnAlumni-Dinner 2018 an die Uni Köln zurück.
Parallel zu seiner Dozenten-Tätigkeit war er von 1987 bis 2011 Mitglied der FDP im deutschen Bundestag. Seine politische Karriere umfasste unter anderem Ämter als Fraktionsgeschäftsführer und Generalsekretär der FDP, außenpolitischer Sprecher und Staatsminister im Auswärtigen Amt. Am 1. Januar 2012 legte er sein Bundestagsmandat nieder, um an die Spitze der EIB zu wechseln.
(Stand: Februar 2020)
Meine Zeit an der Uni Köln...
" ... war bereichernd, prägend, ein Türöffner, ein Ort, an dem lebenslange Freundschaften entstanden sind und die Liebe zum FC schlicht vorausgesetzt wurde."
Ich verdanke meiner Studienzeit an der Uni Köln...
"... die Erinnerung an unschlagbaren, gelebten Liberalismus: „Levve un levve losse“!"
100 Jahre Uni Köln: Mein Glückwunsch an die Uni Köln lautet...
"... Anker für Grossforschungseinrichtungen, Alma Mater von Nobelpreisträgern, Bundespräsidenten und Astronauten. Es gibt viel auf das es Stolz zu sein gilt! In diesem Sinne: Happy birthday, Uni Köln!"
- Gründerin und Geschäftsführerin der innatura gGmbH
- Studium der Betriebswirtschaftslehre
- Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät
Nachhaltigkeit ist DAS Thema der Stunde: Was heute in aller Munde ist, steht bei KölnAlumna Dr. Juliane Kronen und der von ihr gegründeten innatura gGmbH bereits seit mehr als acht Jahren auf der Tagesordnung. Als Geschäftsführerin betreibt sie Deutschlands erste Plattform für die bedarfsgerechte Vermittlung fabrikneuer Sachspenden an gemeinnützige Organisationen und rettet Unmengen neuwertiger Ware vor der Entsorgung. Seit der Gründung 2013 wurden Sachspenden im Wert von 14,5 Mio. € an über 1.100 soziale Organisationen weiterverteilt und damit rund 1.700 Tonnen Müll vermieden.
Der Weg unserer "Warenretterin" begann an der Uni Köln und führte sie seit dem auch für verschiedenste Veranstaltungen immer wieder an ihre Alma Mater zurück. Nach ihrem Studium der Betriebswirtschaftslehre an der WiSo-Fakultät der Universität zu Köln und der University of Missouri mit anschließender Promotion arbeitete Dr. Juliane Kronen (*1963) zunächst 16 Jahre lang bei der Boston Consulting Group - davon acht Jahre als Partnerin. Hier beriet sie global operierende Unternehmen, vornehmlich aus der Telekommunikationsbranche, und verantwortete zugleich die europäische „Women‘s Initiative“ sowie Social-Impact-Projekte. Seit 2010 ist Dr. Juliane Kronen zudem Trustee der Right Livelihood Award Foundation und seit 2011 Mitglied der Jury, die alljährlich die sogenannten "Alternativen Nobelpreisträger" bestimmt. In dritter Generation führt sie mit ihrer Schwester außerdem ein kleines Familienunternehmen.
(Stand: November 2019)
- Vorsitzende Ausschuss für einheitliche Bankenabwicklung der EU
- Studium der Betriebswirtschaftslehre
- Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät
Dr. Elke König (*1954) studierte von 1972 bis 1976 Betriebswirtschaftslehre an der Universität zu Köln und schloss im Jahr 1980 erfolgreich ihr Promotionsstudium zum Dr. rer.pol. ab. Nach ihrem Studium arbeitete Elke König in der Finanz- und Versicherungsbranche - unter anderem bei der KPMG Deutsche Treuhandgesellschaft in Köln sowie für die Rückversicherer Munich RE und Hannover Re, wo sie von 2002 bis 2009 als Finanzvorstand wirkte. Zwischen 2012 und Februar 2015 war sie Präsidentin der Bonner Bundesanstalt für Finanzdienstleistung (BaFin).
Aufgrund der globalen Finanzkrise im Jahr 2007 wurden die zunächst nationalen Bemühungen zur Verhinderung einer erneuten Krise auf globaler und auf europäischer Ebene fortgeführt. Wichtigstes Projekt in diesem Zusammenhang in Europa ist die Bankenunion. Die wichtigsten Kreditinstitute der Eurozone unterstehen seit November 2014 dem sogenannten Single Supervisory Mechanism, der ersten Säule der Bankenunion, angesiedelt in der EZB. Im Falle einer Schieflage eines dieser Institute tritt der einheitliche Abwicklungsmechanismus auf den Plan, geführt durch das sogenannte Single Resolution Board (einer unabhängigen europäischen Behörde) in Brüssel. Seine Aufgabe ist die vorausschauende Abwicklungsplanung. Wenn erforderlich sorgt er für die geordnete Abwicklung der Bank. Neu ist dabei, dass die Kosten dafür von den Eigentümern und Gläubigern der Kreditinstitute getragen werden müssen und nicht mehr vom Steuerzahler. Elke König leitet den SRB - die zweite Säule der Bankenunion – seit ihrer Gründung 2015 als Vorsitzende.
(Stand: Mai 2019)
Meine Zeit an der Uni Köln war...
"...vermutlich die beste "Investition" meines Leben. Sie hat das Fundament meines weiteren beruflichen Werdegangs gelegt."
Ich verdanke meiner Studienzeit an der Uni Köln...
"... das Handwerkszeug um neue Themen systematisch anzugehen und -- mindestens genauso wichtig -- viele schöne Erinnerungen (Stichwort: E-Raum)!"
Mein Glückwunsch an die Uni Köln lautet...
"... auch die kommenden hundert Jahre den Mut und die Weitsicht zu bewahren, die ihre Neugründer 1919 bewiesen haben!"
- Journalistin & Fernsehmoderatorin
- Studium der Volkswirtschaftslehre
- Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät
Die gebürtige Kölnerin Marietta Slomka (*1969) absolvierte von 1988 bis 1995 ein Studium der Volkswirtschaftlehre und Politik an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln und in Großbritannien. Nach ihrem Abschluss als Diplom-Volkswirtin arbeitete sie für Zeitungs- (u.a Kölnische Rundschau) sowie verschiedene TV- und Radioredaktionen und war bereits vor ihrem 30. Geburtstag als Korrespondentin in Brüssel, Berlin und Bonn tätig. Als erste Frau überhaupt moderierte Mariette Slomka das "heute journal" im ZDF, seit Februar 2011 als dessen Hauptmoderatorin und gilt heute als "die härteste Fragenstellerin der Republik". Marietta Slomka ist ferner Autorin mehrerer Sachbücher. Für ihre journalistische Arbeit erhielt sie verschiedene Auszeichnungen, u.a. den Adolf-Grimme-Preis, den Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis und den Medienpreis für Sprachkultur der Gesellschaft für Deutsche Sprache.
An die Universität zu Köln kehrte Marietta Slomka u.a. 2012 für ein Mensagespräch mit der ZEIT zurück, in dem sie sehr persönlich von ihrer Kölner Studienzeit berichtete.
(Stand: Januar 2019)