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Ausstellung in der USB vom 29. Mai bis zum 30. September 2018

Medienapokalypsen: Hoffnungen und Ängste zum medialen Wandel

Die Universitäts- und Stadtbibliothek eröffnet am 29. Mai eine neue Ausstellung: Medienapokalypsen. Dazu wollen wir Sie herzlich zu der öffentlichen Vernissage im Foyer der USB am 29. Mai um 18 Uhr einladen! Bei einem kühlen Getränk können Sie mit den Organisatoren der Ausstellung und anderen Interessierten ins Gespräch kommen.

Stehen wir an einer Schwelle zu einer neuen medialen Welt? Die Einführung neuer Medien war geschichtlich betrachtet immer wieder mit weitreichenden Hoffnungen und Ängsten verbunden: Erlaubt Schrift die Kommunikation über weite Distanzen oder provoziert sie Missverständnisse und sabotiert das Erinnerungsvermögen? Hat der Buchdruck im Europa seit der frühen Neuzeit politische Umstürze begünstigt? Verspricht das Internet Demokratisierung oder Fake News und Populismus?

Das zwiespältige Wort Apokalypse gibt diese Ambivalenz wieder: Seit der Offenbarung des Johannes, die vom Weltuntergang spricht, bedeutet der Begriff sowohl das Ende der Welt und Menschheit, wie wir sie kennen, als auch das Offenbarwerden von etwas Neuartigem und Unbekannten. Es drückt damit Hoffnungen und Ängste, Visionen und Albträume zugleich aus. Wie Johannes vom Engel in Büchern, Bildern, Erscheinungen und Stimmen eine völlig andersartige Welt angekündigt wird, scheinen wir heute oft an der Grenze zu neuen Wahrnehmungen und Kommunikationsmöglichkeiten zu stehen.


Die Ausstellung Medienapokalypsen befasst sich mit dieser ambivalenten Thematik. Sie wird einige der
vielfältigen Widersprüche kultureller Reaktionen auf neue Medientechnologien spiegeln und in Schlaglichtern beleuchten.

Die gefüllten Vitrinen erstrecken sich von der mündlichen Singdichtung Homers, Printmedien, Film, Rundfunk und Fernsehen, Comics bis zu den digitalen Games der Gegenwart.

Dabei gilt es immer wieder den Vergleich zu heute zu ziehen: Welche Hoffnungen, welche Ängste sind jeweils im Spiel? Was war damals wirklich neu? Was ist es heute? Wie hängen Technik und Gesellschaft
zusammen? Wie bewältigen Gesellschaften die Flut neuer Möglichkeiten, die mit Medienrevolutionen einhergehen?


Die Ausstellung erfolgt in Zusammenarbeit mit Herrn Prof. Stephan Packard, Professor für Kulturen und Theorien des Populären vom Institut für Medienkultur und Theater der Universität zu Köln, weiteren Studierenden und WissenschaftlerInnen des Instituts.

Wie immer wird die Ausstellung von einem spannenden Rahmenprogramm begleitet! Nähere Informationen finden Sie unter www.medienapokalypsen.de